ÖZVG-Generalversammlung: Rübenbauern erhalten 5,5% Anteilsverzinsung

Karpfinger: Rübenanbau geht auch ab 2017 in geordneten Bahnen weiter.

St. Pölten, 21. Dezember 2016 (aiz.info). - Die 17. Generalversammlung der Österreichischen Zuckerrübenverwertungsgenossenschaft (ÖZVG) fand heute, Mittwoch, in St. Pölten statt. Diese Genossenschaft bündelt die Beteiligung der Rübenbauern an der Agrana Beteiligungs-AG und verwaltet die handelbaren Lieferrechte ihrer Mitglieder. "Die rund 6.000 Mitglieder profitieren in Form der Verzinsung der Geschäftsanteile vom besonders erfreulichen Ergebnis des abgelaufenen Wirtschaftsjahres der ÖZVG. Der Vorstand schlug der Generalversammlung eine Verzinsung der Geschäftsanteile von 5,5% vor, die diese auch einstimmig annahm", teilte ÖZVG-Obmann Ernst Karpfinger mit.

Im Vorfeld berichtete Karpfinger über die Weichenstellungen, die 2016 für die Zukunft getroffen wurden. So laufen 2017 die EU-Zuckerquoten aus, weshalb sämtliche bisherige Vertragsinhalte wie Rübenpreise, Prämien und andere Vergütungen sowie der jährliche Produktionsumfang einer Neuregelung unterzogen werden musste". "Mit Agrana wurde nun nach langen Verhandlungen eine Nachfolgeregelung getroffen, mit der sichergestellt werden kann, dass der Rübenanbau ab dem kommenden Jahr in geordneten Bahnen weitergehen kann", bestätigte der ÖZVG-Obmann.

Demnach bilden die Grundlage des Rübenanbaus weiterhin die handelbaren Lieferrechte Ö der ÖZVG, die an die Mitglieder weitergegeben werden und Basis für deren Lieferungen sind. Für dieses Lieferrecht wird es über die ÖZVG eine preisliche Differenzierung zu den darüber hinausgehenden Rübenmengen geben. Zur Grundversorgung und besseren Planbarkeit sowohl für Agrana als auch für die ÖZVG-Mitglieder stockt die ÖZVG das Lieferrecht Ö auf und garantiert die Lieferung dieser Mengen. Ein faires, zuckerpreisabhängiges Ableitungssystem für die Zuckerrübenpreise ist ein weiterer Kernpunkt dieser neuen Regelung.

"Es ist gelungen, dass wir ein System für die Zukunft ausgearbeitet haben, mit dem es zu keinem Systembruch zu den bisher gewohnten Regelungen kommt. Das ist nicht selbstverständlich, denn es mussten in den schwierigen Verhandlungen viele Themen geklärt werden, die bisher in der Zuckermarktordnung verankert waren", bewertete Karpfinger das Ergebnis.