OÖ schnürt Entlastungspaket für Sicherung heimischer Schweineproduktion

Hiegelsberger: Land übernimmt Kosten für Betriebserhebung von TGD-Mitgliedern.

Linz, 15. Dezember 2014 (aiz.info). - Das russische Einfuhrverbot für europäisches Schweinefleisch ließ in den vergangenen Monaten die Preise für Ferkel und Schweine in Österreich stark sinken, die bäuerlichen Erzeuger können nicht mehr kostendeckend produzieren. Damit ist nicht nur mittelfristig die wirtschaftliche Existenz der Betriebe bedroht, solche Situationen können auch dazu führen, dass bei den Tiergesundheitskosten gespart wird. Allein die rund 6.600 oberösterreichischen Schweinebauern verzeichneten heuer Verluste von rund 20 Mio. Euro. Agrarlandesrat Max Hiegelsberger greift ihnen nun mit einem Förderpaket unter die Arme, "damit sie diese Absatzkrise überwinden können und auf dem heimischen Markt erhalten bleiben".

Den am Tiergesundheitsdienst (TGD) teilnehmenden 3.207 Betrieben werden die Kosten für die tierärztlichen Betriebserhebungen für den Zeitraum von einem Jahr abgenommen. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass es auch in marktwirtschaftlichen Krisenzeiten zu keinem Rückzug bei der Tiergesundheit und bei der Qualität in der tierischen Lebensmittelproduktion kommt. Die Kosten in der Höhe von ca. 600.000 Euro werden aus dem Veterinärbudget sowie dem Agrarbudget des Landes aufgebracht. "Ich weiß von zahlreichen Betrieben, dass überlegt wird, die Schweinproduktion aufzugeben. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir heimische Erzeugung verlieren, um dann ausländisches Fleisch, das nicht zu unseren Tierschutz- und Qualitätsstandards produziert wurde, zu importieren", mahnt Hiegelsberger.