Pflanzenbau: Maßnahmen nach dem Hochwasser

Viele agrarische Kulturen, die vom Hochwasser betroffen sind, benötigen nach dem Wasserrückgang die richtige pflanzenbautechnische Behandlung.

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In Österreich sind aufgrund der dramatischen Hochwassersituation mehrere tausend Hektar an Acker- und Grünlandfläche zerstört. Für Flächen, die mehrere Tage unter Wasser standen, kommt jede Hilfe zu spät. Dort, wo das Wasser nur kurzfristig präsent war, ist es jetzt notwendig, Maßnahmen zum Schutz der Pflanzen zu setzen, um weitere Schäden zu verhindern. Die Lagerhaus-Experten haben die wichtigsten Maßnahmen zusammengefasst:

Richtiges Rezept für Mais, Sojabohne und Zuckerrübe

  • Bei der Zuckerrübe und bei Mais sollte man mittels Hacktechnik die schlammigen Böden lockern.
  • Bei der Sojabohne eignet sich der Einsatz eines Striegels. Durch diese Maßnahme wird ein möglicher Sauerstoffmangel im Wurzelbereich der Pflanze verhindert. Nur so kann die Pflanze weiterhin Nährstoffe über ihre Wurzeln aufnehmen.

Krankheitsalarm bei Getreide & Kartoffel

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  • Bei vom Hochwasser betroffenen Getreideflächen wird der Krankheitsdruck, der aufgrund der feuchtwarmen Witterung bereits zuvor hoch war, weiter steigen. Die Bekämpfung der Ährenfusarien erfolgt am besten in der Vollblüte des Getreides mit geeigneten Fungiziden.
  • Neben Getreide ergibt sich auch bei der Kartoffel eine erhöhte Infektionsgefahr. Diese besteht in Form der Krautfäule, der Stängelphytophtera, bzw. bei höheren Temperaturen des Schimmelpilzes Alternaria. Daher sollten die Felder, sobald sie befahrbar sind, mit systemischen Fungiziden behandelt werden. Sollte sich die Befahrbarkeit der Felder verzögern, empfiehlt sich der Zusatz eines Produktes mit dem Kontaktwirkstoff Fluazinam.

Optimale Produktwahl bei Weinbau & Blattdünger

  • Im Weinbau bestehen gerade jetzt vor der Blüte Infektionsgefahren insbesondere durch Oidium, Peronospora, Schwarzfäule, aber auch Botrytis. Die Produktwahl ist daher besonders wichtig und muss je nach Befahrbarkeit der Rebanlagen und des sich daraus ergebenden Spritzintervalls erfolgen.
  • Beim Einsatz von Blattdünger sollten hingegen die Mengen nicht erhöht werden, da dies einen zusätzlichen Stress für die Pflanze bedeutet. Besser ist es, wenn die Aufwandmengen gesplittet und zeitversetzt eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es ratsam, nun zu Blattdünger zu greifen, der die Pflanze nicht nur mit Nährstoffen versorgt, sondern auch das Wachstum anregt.
Nähere Informationen sowie eine individuelle Beratung, die auf die regionalen Bedürfnisse eingeht, bieten die Experten in Ihrem Lagerhaus. Weitere nützliche Informationen bietet das Ackerbau-Informationsportal www.warndienst.at sowie der Weinbau-Prognosedienst www.vitimeteo.at.

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