Die Pflege Ihres Waldes

Nutzen Sie die Sommermonate für Pflegemaßnahmen in Ihren Jungkulturen. Arbeiten, die man jetzt verabsäumt, können später nur schwer nachgeholt werden.

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© Agrarfoto
Eine intensive Pflege der Jungkulturen im Wald ist die Grundvoraussetzung für einen ertragreichen Waldbestand. Die Maßnahmen, die hier verabsäumt werden, können nur schwer nachgeholt werden. Alle hier angeführten Arbeiten sind über die Sommermonate möglich und sollten nicht vergessen werden. Sie helfen, einen stabilen und wertvollen Bestand zu erzielen.

Erster Schritt ist die regelmäßige Kontrolle

Die jungen Forstkulturen sollten von Zeit zu Zeit, vor allem im Frühjahr, begangen und kontrolliert werden. Dabei kann genau beobachten werden, welche Maßnahmen durchgeführt werden sollten.

Nachbesserungen von ausgefallenen Pflanzen

Durch verschiedene Einflüsse können Pflanzen ausfallen. Bei größerem Ausfall von Pflanzen müssen diese nachgebessert werden. Dabei werden teilweise etwas größere Pflanzen ausgewählt. Die Nachbesserung von Pflanzen hat so lange zu erfolgen, bis eine Kultur gesichert und eine genügend hohe Anzahl an Pflanzen angewachsen ist.

Schutz vor dem Rüsselkäfer

Der Rüsselkäfer tritt vor allem auf Kahlflächen, in denen keine Schlagruhe eingehalten wurde, auf. Dabei nagt der Käfer von Anfang Mai bis Ende September am Wurzelhals die Rinde der jungen Bäume ab (hauptsächlich Fichte und Lärche). Dies führt zum Absterben dieser jungen Bäume. Als Bekämpfung dienen der Einsatz von chemischen Mitteln (Kontaktgift) oder der Einsatz von Fangrinden. Fangrinden sind frische Rindenteile, die nach innen zusammengelegt, beschwert (z.B. mit einem Stein) und auf den nackten Erdboden gelegt werden. Der Käfer kann dann dort eingesammelt werden. Als Vorbeugungsmaßnahme kann die Einhaltung einer ca. 1–3 jährigen Schlagruhe dienen.

Unkrautbekämpfung im Forst

Je nach Bedarf muss die Forstkultur mehr oder weniger oft „ausgemäht“ werden. Dabei gibt es verschiedene Methoden. Entweder chemisch mittels Spritzen von Herbiziden oder mechanisch durch Ausmähen, Aussicheln, Austreten bzw. den Einsatz von Mulchplatten. Die Unkrautbekämpfung soll sich nur im Bereich der Pflanzen abspielen, ein komplettes Ausmähen der ganzen Fläche ist nicht sinnvoll.

Den Wald vor Wildschäden schützen

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© RWA
Schutz vor durch Schalenwild verursachte Schäden wie Verbiss, Fegen oder Schälen. Je nach Intensivität kann ein flächiger Schutz bzw. ein Einzelschutz notwendig sein.

Auch an den Formschnitt denken

Gerade beim Laubholz ist ein Formschnitt von Bedeutung. Hierbei sollen Zwiesel, Steil- oder Starkäste entfernt werden. Der Formschnitt bewirkt eine höhere Stabilität und die Geradschaftigkeit wird gefördert.

Entfernung unerwünschter Baumarten

Gerade in der Kulturpflege können mit geringem Aufwand unerwünschte Baumarten entfernt werden. Gleichzeitig sollen auch überdichte Naturverjüngungen aufgelockert werden.
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Autor:
Ing. Florian Fellinger, RWA