Professionelle Silageabdeckung

Neben der Qualität des Ausgangsmaterials und dem richtigen Einsilieren ist die Abdeckung der Silage ein wesentlicher Faktor für die Futterqualität.

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Je höher die Grundfutterqualität ist, desto wirtschaftlicher lassen sich hohe Leistungen in der Tierhaltung erzielen. Daher gilt es möglichst hohe Qualität auf Feld und Wiese zu erzeugen, sowie die Qualität des geernteten Futters so gut wie möglich zu erhalten. Wichtiger Bestandteil für den Erhalt der Futterqualität ist die „richtige“ Verwendung von Folien, Schutzgittern und Sandsäcken.

Folien: Unterschiede und Handhabung

Die Handhabung der Folie beginnt vor dem Einbringen des Futters in den Silo mit dem Auslegen der Seitenwandfolie. Diese sollte unten 0,5 m am Boden in den Silo reichen sowie oben über die Silage ca. 1 m eingeschlagen werden können. Bevor die Seitenwandfolie nach dem Einfahren des Futters eingeschlagen wird, sollte eine Sandsackmulde angelegt werden. Diese Mulde ermöglicht, dass der Sandsack auf breiter Fläche aufliegt und Regenwasser abgeleitet wird.

Bei den Silofolien reichen die Stärken von 110 my bis 200 my. Am gängigsten sind die 110 my sowie 150 my starken Folien. Allerdings ist die Folienstärke bei Weitem nicht das einzige Kriterium für die Auswahl einer Silofolie. So sind Reiß- und Durchstoßfestigkeit sowie Sauerstoffdurchlässigkeit wichtige Eigenschaften einer Silofolie. Rohstoffe und Produktionsverfahren haben einen wesentlich höheren Einfluss auf diese „inneren“ Eigenschaften einer Folie. So kann es leicht sein, dass eine dünnere Folie reißfester ist als eine dickere. Bevor die Silofolie aufgelegt wird, sollte eine Unterziehfolie aufgelegt werden. Unterziehfolien sind nur 40 my dick und daher so beweglich, dass sie sich an den Futterstock durch Adhäsion ansaugen. So werden Luftblasen unter der Folie verringert. Unterziehfolien sind bei jeder Silage zu empfehlen. Das Konzept einer Unterspannfolie mit 40 my und einer Silofolie mit 110 my ist der alleinigen Verwendung einer 150 my Silofolie vorzuziehen.

„O2 Barrier 2in1“ vereint Unterzieh- und Silofolie

Im Frühjahr 2012 kommt eine Kombination aus Unterziehfolie und Silofolie auf den Markt. Durch eine neue Produktionstechnologie können Unterspannfolie und Silofolie in einem produziert und somit auch in einem Arbeitsgang (also wesentlich zeitsparender) ausgelegt werden. Bei dieser neuartigen O2 Barrier haftet die Unterziehfolie nach der Produktion an der Silofolie. Sobald sie auf der Silage ausgelegt wurde, löst sich die Unterspannfolie von der Silofolie.

Insgesamt ist die Kombifolie 100 my dick – Unterspannfolie 20 my aus Polyamid (PA)/Silofolie 80 my aus Polyethylen (PE) –, was durch das geringere Gewicht eine wesentliche Arbeitserleichterung bedeutet. Das Geheimnis steckt in der Unterspannfolie aus PA. PA lässt die kleinen Wasserdampfmoleküle durch die Folie diffundieren, wodurch sie sich erst am Silo von der PE-Folie löst. Die größeren Sauerstoffmoleküle hingegen werden von PA wesentlich besser zurückgehalten als von PE. Mit diesen insgesamt 100 my schafft die neue Folienkombination eine mindestens 6-mal höhere Sauerstoffbarriere als die herkömmliche Kombination einer 150 my Silofolie und einer 40 my Unterspannfolie.. Das verbessert wiederum die Silagequalität wesentlich.

80 % der Landwirte setzen Siloschutzgitter ein

Die Silage sowie die Silofolie kann nur mittels Siloschutzgitter vor mechanischen Beschädigungen, z.B. durch Wildtiere, geschützt werden. 80 % der Landwirte in Österreich setzen bereits auf die Vorteile eines Siloschutzgitters.

Sandsäcke zur Beschwerung nutzen

Egal, ob ein Siloschutzgitter bzw. welche Silofolie genutzt wird: Sandsäcke sollten als Beschwerung verwendet werden. Alle anderen Hilfsmittel zur Beschwerung können die Silage nicht ausreichend schützen.
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Auch die Sandsäcke müssen richtig eingesetzt werden. So sind sie mit Rundkies (4 bis 8 mm) zu befüllen, damit die Wasserdurchlässigkeit gewährleistet wird. So bleiben sie auch bei Minustemperaturen beweglich. Silosäcke dürfen max. zu 2/3 befüllt werden, dadurch wird eine breite Auflagefläche gewährleistet. Sandsäcke müssen nicht nur am Rand des Silos aufgelegt werden, wichtig ist es auch, alle paar Meter quer über den Silo Sandsäcke zu deponieren. Damit wird das „Pumpen“ der Silofolie verhindert. Profis verwenden Seitenwandfolie, Unterziehfolie, Silofolie, Siloschutzgitter und Sandsäcke. Unterziehfolie mit 40 my, Silofolie 110 my sowie Sandsäcke bieten die Lagerhäuser in hoher Qualität unter der Eigenmarke Impos an.

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