Rapsdüngung im Herbst

Die Basis für einen guten Rapsertrag wird bereits im Herbst durch eine ausgewogene Zufuhr von N+P+K+S+Mg geschaffen. Das Hauptaugenmerk sollte dabei auf N und S gerichtet sein.

Rapsfeld im HerbstRapsfeld im HerbstRapsfeld im Herbst[]
© RWA

Bis zur Winterruhe nimmt Raps etwa 50–70 kg N/ha auf; die Applikation von N ist insbesondere dann von Bedeutung:

  • wenn die Rapsaussaat spät erfolgt
  • wenn Stroh der Vorfrucht auf dem Feld verbleibt (Förderung der Strohrotte)
  • bei schweren und kalten Böden
  • bei einem durch Krankheiten oder Schädlinge bedingt schlechten Feldaufgang.

Treffen diese Faktoren zu, so ist eine N-Gabe von 30 – 50 kg/ha zur Saat durchaus empfehlenswert – eine Düngemaßnahme zur Förderung schwacher Bestände ist hingegen ab dem 4-Blattstadium (etwa Ende September bis Anfang Oktober) zu überlegen.

Höhe der Stickstoff-Gabe

Bereits im Herbst werden in der Pflanze die Knospen für die Seitentriebe angelegt die später den Ertrag wesentlich mit beeinflussen; spätestens bis zum Beginn des „Aufstengelns“ muss dem Raps also der N-Bedarf voll zur Verfügung stehen. In Abstimmung dieser Faktoren ist die Höhe der N-Düngung zu bemessen, weil andererseits überhöhte N-Gaben zu einem Überwachsen der Bestände führen kann, was letztlich den Krankheitsdruck erhöht, die Gefahr einer vorzeitigen Schossneigung birgt, was wiederum zu einer stark herabgesetzten Winterfestigkeit führt und außerdem ökologisch nicht zielführend ist („Luxuskonsum“).

Schwefelversorgung sicherstellen

Auch auf die Sicherstellung der Schwefelversorgung ist zu achten; Raps benötigt bis zum Winter ca. 10 – 15 kg S/ha und auch hier ist auf eine vernünftige Zuführung des Nährstoffs zu achten weil ein Zuviel an Schwefel durch die Niederschläge über den Winter ausgewaschen wird und somit bei Vegetationsbeginn im Frühjahr nicht mehr angerechnet werden kann.

Eine mögliche Variante

Eine interessante Variante zur Abdeckung von N + S wäre beispielsweise Entec 26 % (26N + 13S). Der Anteil an Ammoniumstickstoff wirkt verhalten und effizient und vermeidet das vorhin angesprochene Überwachsen der Bestände. Durch die Stabilisierung (Nitrifikationshemmstoff) wird der Ammonium Stickstoff im Wurzelraum gehalten und steht der Pflanze somit in der gesamten Wachstumsphase bis zum Einsetzen der Winterruhe gleichmäßig zur Verfügung. Der Anteil an Nitrat in Entec 26 regt besonders bei kühler Witterung oder ungünstigen Wachstumsbedingungen ein zügiges Wachstum an und durch den mitgelieferten Schwefel wird die Stickstoffausnutzung noch zusätzlich optimiert.

Auch an Phosphor, Kalium und Magnesium denken

Ergänzend sei noch anzumerken, dass Raps, im Gegensatz zu anderen Kulturen, schon im Herbst vergleichsweise viel Phosphor, Kalium und Magnesium benötigt. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass auch diese Nährstoffe ausreichend im Boden zur Verfügung stehen. Somit steht einer optimalen Ertragserwartung für das nächste Jahr nichts mehr im Wege.
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Autor:
Peter Kirchmayr