Rasche und richtige Aufarbeitung von Sturmholz besonders wichtig

Gefahr von Borkenkäferbefall steigt.

Linz, 26. Mai 2015 (aiz.info). - Windwurfschäden, wie sie nach dem Sturmtief Niklas Ende März in manchen Waldregionen aufgetreten sind, müssen möglichst rasch aufgearbeitet und aus dem Bestand abtransportiert werden. "Nur so können Folgeschäden wie ein Borgenkäferbefall weitgehend vermieden beziehungsweise minimiert werden", informiert Oberösterreichs Landesrat Max Hiegelsberger. Denn: Eine effektive Borkenkäferbekämpfung erfordert bereits in der ersten Schwärmphase der Käfer konsequentes Handeln.

Das Holz bietet den seit Mitte April schwärmenden Fichtenborkenkäfern einen idealen Brutraum. Obwohl die Population aktuell noch relativ niedrig ist, besteht die Gefahr einer Massenvermehrung, wenn nicht schnell die richtigen Maßnahmen gesetzt werden. Die größte Gefahr geht von nicht zeitgerecht aufgearbeiteten Einzel- und Nesterwürfen aus, diese sind daher vordringlich zu bearbeiten. In tieferen Lagen muss abhängig von der Witterung damit gerechnet werden, dass die Käfer bis spätestens Ende Mai die Windwurfbäume zur Anlage von Geschwisterbruten wieder verlassen.

"Im Gegensatz zu größeren Windwurfflächen, wo die Elternkäfer dann die noch ausreichend vorhandenen nicht besiedelten Windwurfstämme befallen, ist bei nicht zeitgerecht aufgearbeiteten Einzelwürfen jedenfalls ein Stehendbefall der unmittelbaren Nachbarbäume die unvermeidliche Folge", erklärt der Landesrat. Da ein Borkenkäferpaar unter günstigen Bedingungen von Frühjahr bis Herbst bis zu 30.000 Nachkommen hervorbringen kann, ist eine möglichst frühzeitige Ausforschung frisch befallener Bäume sowie die rasche Aufarbeitung und Entfernung aus dem Wald besonders wichtig.