Mein Naturgarten: Genießen statt gießen

Zu den Hauptbeschäftigungen zählt für Gärtner im Sommer das Gießen - allerdings nur dann, wenn man es nicht richtig macht.

Im Garten sollte nämlich nur alle 3 – 4 Tage gegossen werden. Dafür aber ausgiebig. Das heißt etwa 30 Liter pro Quadratmeter. Dann ist die Erde tiefgründig durchfeuchtet. Gießt man den Rasen, dann ist das durchdringende Wässern besonders wichtig, denn nur so kommt es zu einer dichten und weit nach unten reichenden Wurzelbildung. Würde man oft, aber wenig gießen, dann bilden die Pflanzen oberflächlich Wurzeln, die bei Hitze rasch vertrocknen. Blumen- und Gemüsebeete ebenfalls nur alle paar Tage gießen.

Das beste Gießwasser ist abgestandenes, angewärmtes Regenwasser. Es ist „weich“, enthält also keinen Kalk. Nur wenig Pflanzen lieben das Leitungswasser. Eine ist der Oleander, er mag den Salzgehalt und wächst in seiner Heimat als mediterrane Auwaldpflanze am liebste dort, wo es nicht zu tief liegendes Grundwasser gibt.

Übrigens: Damit die Feuchtigkeit generell im Boden bleibt die Erde immer gut mulchen – mit Rasenschnitt, Holzfaser oder kompostierter Rinde. Unter Bäumen und Sträuchern kann man auch Rinde verwenden.
Gartenbuch 2015 von Karl Ploberger[1422457209234445.jpg]
© Verlag: aV Buch

Biogärtner Karl Ploberger, bekannt durch seine TV und Radio Sendungen, hat wieder ein Buch geschrieben: Erhältlich in vielen Lagerhäusern.
 

Karl Ploberger

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Autor:
Karl Ploberger