Ein Reh ist kein Rindvieh

Was für ein Rind gut ist, muss für einen Wildwiederkäuer noch lange nicht gut sein. Wild- Spezialisten predigen das seit Jahren, doch wird diese Tatsache noch immer zu wenig beachtet.

Gerade die Rehfütterung wurde in den letzten Jahren kritisch gesehen. Vielerorts meinte man, das Rehwild in den warmen Wintern der vergangenen Jahre nicht großartig versorgen zu müssen.

Jäger sind Heger

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© Garant/Schiersmann
Dennoch: Jäger sind auch „Heger“ und viele fühlen sich verpflichtet, das Wild gut über den Winter zu bringen. Außerdem sorgt eine richtige „Ablenkfütterung“ nachweislich für einen geringeren Wildschaden in Wald und Feld. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fütterungen mit für Wildwiederkäuer geeignetem Futter beschickt werden. Denn unpassende Futtermittel führen gerade zum Gegenteil! Eine einseitige Versorgung mit Nährstoffen gleichen die Tiere nämlich durch die Aufnahme von mehr Verbissnahrung aus.

Kraftfutter reicht nicht

Viele Jäger sind der Meinung, dass Heu oder Grummet in den Fütterungen überflüssig ist, da es kaum durch das Wild angenommen wird. Aber Kraftfutter allein ist keine ausreichende Basis für das so wichtige Wiederkauen (Speichelbildung).

Eine übermäßige Aufnahme von Kraftfutter führt nur zu einem zu schnellen Absinken des Pansen-pH-Werts, was sich anfangs durch gehäuftes Auftreten von Durchfall (verschmutzter Spiegel) bemerkbar macht, aber auch bis zum Verenden des Stückes führen kann.

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Nur bestes Grundfutter

„Ich bin sicher, dass mein Grummet in Ordnung ist – nur nehmen es die Rehe nicht an!“, ist ein viel genutztes Argument gegen Grundfutter. Das Reh ist ein ausgeprägt geruchlich orientiertes Tier und riecht z.B. einen Menschen aus einer Entfernung von 300 bis 400 m. Daher muss die Grundfutterqualität außerordentlich hohen Ansprüchen gerecht werden (Trocknung, Vorlage, Werbung), um für die Rehe annehmbar zu sein. Wenn aber die Qualität passt, nehmen die Rehe über den Winter unwahrscheinliche Mengen davon.

Die Zukunft der Wildfütterung liegt darin, den Tieren in den Futtertrögen nicht nur Kraftfutter anzubieten, sondern auch schmackhaftes Grundfutter. Trophy Äsungsergänzung ist hier ein Pionier! Schon seit Jahren mischt Trophy ausgewählten Produkten warmluft- getrocknete Luzerne höchster Qualität bei. Diese Produkte (z.B. Trophy Luzerne-Apfel) versorgen die Wildwiederkäuer optimal mit Struktur. Die vielen positiven Rückmeldungen der Jäger geben uns Recht, diese Art von Wildfutter mit bereits eingemischter Struktur weiterzuentwickeln.

Exklusiv im Lagerhaus

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© Garant
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Autor:
Ing. Christian Bendl, Garant