Reisecker: Beim Einkauf von Ostereiern auf heimische Herkunft achten

LK-Einkaufstest zeigt, Handel deklariert auch gefärbte Eier korrekt.

Linz, 22. März 2017 (aiz.info). - Einer der saisonalen Höhepunkte bei der Nachfrage nach Eiern ist die Zeit vor Ostern. So werden zu den Feiertagen allein in Oberösterreich knapp 12 Mio. Eier verzehrt, die benötigten Mengen können auch heuer wieder aus heimischer Produktion bereitgestellt werden. In Oberösterreich gibt es 383 Betriebe mit etwa 1,1 Mio. Legehennen. "Insgesamt wurde seit dem Jahr 2010 die Legehennenhaltung in Oberösterreich um knapp 30% ausgeweitet. Die Umstiegsphase seit dem Ausstieg aus der Käfighaltung 2009 wurde somit positiv bewältigt", erläutert LK-Präsident Franz Reisecker. Großen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung hatte der heimische Lebensmittelhandel, der nicht nur zu Ostern nahezu ausschließlich heimische Frischeier im Sortiment führt. Der Trend geht weiter zum Kauf von bereits gefärbten Eiern. Im Schnitt verzehren Herr und Frau Österreicher rund acht Ostereier pro Kopf, wovon mittlerweile schon sechs Eier gekocht und gefärbt gekauft werden.

LK-Einkaufstest zeigt, Handel deklariert inländische Herkunft

Wer im LEH bereits gefärbte Eier kauft, sollte auf die österreichische Herkunft achten. Entsprechend der Nachfrage bietet der Handel inzwischen überwiegend Ostereier an, die nicht nur in Österreich gefärbt wurden, sondern aus heimischer Boden-, Freiland- oder Biofreilandhaltung stammen. "Hinweise auf Boden-, Freiland- oder Biofreilandhaltung, das Herkunftsland Österreich, das AMA-Gütesiegel und der Hinweis 'gentechnikfrei gefüttert' sind auf der Verpackung abgedruckt. Immer mehr Konsumenten achten auf diese Merkmale nicht nur beim Einkauf von Frischeiern, sondern auch beim Verarbeitungsprodukt Osterei", betont Reisecker. Ein Einkaufstest der LK bestätigte vor Kurzem, dass die fertig vorgekochten und gefärbten Eier im Einzelhandel korrekt deklariert sind. Auf allen Packungen waren die österreichische Herkunft und die Haltungsform der Hennen angeführt. "Beim Kauf österreichischer Ostereier ist der Konsument auf der sicheren Seite. Während in vielen EU-Ländern Hennen weiterhin in sogenannten 'ausgestalteten Käfigen' gehalten werden dürfen, kommen heimische Eier nur mehr aus Boden-, Freiland- oder Biofreilandhaltung", verweist Reisecker auf die hohen heimischen Tierschutzstandards.

Eierdatenbank informiert über Herkunft

Auf jedem Ei im Lebensmittelhandel ist der Erzeugercode (Haltungsform, Herkunftsland und Betriebsnummer des Erzeugers) aufgedruckt. Interessierte Konsumenten können den Erzeugercode unter www.eierdatenbank.at eingeben und erhalten so Name und Anschrift des Legehennenhalters, was größtmögliche Transparenz schafft.

Vogelgrippe erfordert Schutzmaßnahmen für Hausgeflügel

Seit 10. Jänner besteht bundesweit wegen der Vogelgrippe bei Wildvögeln Stallpflicht für Geflügel, was eine Übertragung der Krankheit auf diese Nutztiergruppe verhindern soll. Dass bislang kein Fall in Nutzgeflügelbeständen auftrat, zeigt, dass diese Vorsichtsmaßnahme erfolgreich war. Mehr als 80% der Betriebe mit Freiland- oder Biofreilandhaltung haben an ihrem Legehennenstall einen Außen-Scharrraum angebaut. Dadurch können die Legehennen ins Freie, wenn auch vorläufig noch nicht auf die Wiese. Diese sogenannten "Wintergärten" sind überdacht und an den Seiten mit Netzen versehen. Dadurch wird der Kontakt zu Wildvögeln verhindert. Aufgrund der aktuellen Lage könnte die Stallpflicht Anfang April aufgehoben werden, sofern die positiven Fälle bei Wildvögeln weiterhin rückläufig bleiben. Dann gibt es für die Hennen wieder uneingeschränkten Zugang zu Wiesen und Weiden.