Rindergrippe: Gut durch den Winter kommen

Die Rindergrippe/Kälbergrippe hat sich in den letzten Jahren (Stand Februar 2013) blitzartig ausgebreitet. Achten Sie auf die ersten Anzeichen und machen Sie bei erkrankten Tieren die Nasentupferprobe.

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© Agrarfoto

Die Rindergrippe zählt zu den schlimmsten Atemwegserkrankungen beim Rind. Kälber, die sich mit der Krankheit infizieren, sterben in den meisten Fällen.

 

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine Entzündung der Bronchien und der Lunge. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es in der kalten Jahreszeit oder bei besonders hohen Belastungen der Rinder (z.B. beim Transport).

Symptome der Rindergrippe

Das Symptombild selbst ist sehr komplex. Erste Anzeichen der Rindergrippe sind gerötete Augen und wässriger Augenausfluss, der eine nasse Stelle unter dem Auge hinterlassen kann. Die Tiere bekommen Husten und Fieber, sie atmen durch das Maul. Die Atmung selbst ist sehr angestrengt und beschleunigt.

Diagnose Rindergrippe mit Nasentupferprobe

Die klinische Diagnose ist meist nicht schwer, vor allem dann nicht, wenn bereits mehrere Tiere erkrankt sind. Besonders wichtig ist es, dass die beteiligten Erreger so rasch wie möglich ermittelt werden.

 

Zur Erkennung der Viren wird eine Nasentupferprobe entnommen und untersucht. Auf dieselbe Art und Weise können Bakterien aus der Luftröhre ermittelt werden. Parasiten kommen im Kot vor.

Kranke Rinder absondern, Antibiotika einsetzen

Einzeltiere, die an der Rindergrippe erkranken, sollten so schnell wie möglich von der Herde getrennt und einzeln gehalten werden. So ist die Ansteckungsgefahr für die restlichen Tiere geringer.

 

Fieberhafte Erkrankungen erfordern grundsätzlich den Einsatz von Antibiotika. Zusätzlich können entzündungshemmende und schleimlösende Präparate oder Vitamine den Genesungsprozess der Tiere fördern. Bei Kälbern werden die Arzneimittel gerne über die Milch verabreicht.

 

Auch beim Abklingen der Krankheit ist es besser, das betroffene Tier weiter zu behandeln und einzeln zu halten. Chronisch erkrankte Rinder sind eine dauerhafte Ansteckungsgefahr und sollten so schnell wie möglich vom Bestand entfernt werden.

Krankheiten vorbeugen

Eine optimale und sichere Vorbeugung ist kaum möglich. Schutzimpfungen im Spätsommer sind empfehlenswert. Durch diese kann die Rindergrippe durchaus verhindert werden. Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass das gesamte Management am Betrieb stimmt. Vor allem die Haltung der Tiere spielt eine wichtige Rolle. Kälber brauchen besonders in den ersten Lebenswochen viel Platz und genügend frische Luft. Feuchtigkeit soll vermieden werden. Ein gut isoliertes Dach schützt vor Kondenswasserbildung.

 

Das Stallgebäude soll regelmäßig gereinigt und im Idealfall zusätzlich desinfiziert werden. Ein weiterer Punkt ist, neue Tiere immer von bekannten Betrieben zu kaufen.

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