Rückgang des heimischen Erzeugermilchpreises hat sich im Juli fortgesetzt

Milchanlieferung liegt über dem Vorjahresniveau.

Wien, 31. August 2015 (aiz.info). - Der österreichische Erzeugermilchpreis war auch im Juli 2015 rückläufig. Heimische Molkereien zahlten ihren Lieferanten für Milch ab Hof (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) im Bundesschnitt 32,73 Cent/kg netto beziehungsweise 36,66 Cent brutto. So niedrig war der Auszahlungspreis das letzte Mal im Jahr 2010. Gegenüber dem Vormonat Juni wurde ein Minus von 0,7 Cent netto verzeichnet, das Vorjahresniveau wurde um knapp 16% oder 6 Cent unterschritten. Dies geht aus der jüngsten Milchpreis-Statistik der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der für Juli 2015 ermittelte Erzeugerpreis von 32,73 Cent netto je kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) wurden im Bundesschnitt 31,24 Cent ausbezahlt. Für Biomilch erhielten die Bauern im Schnitt 42,09 Cent netto je kg und damit etwas weniger (-0,02 Cent) als im Vormonat.

Laut aktuellen AMA-Schätzungen beginnt sich der Milcherzeugerpreis mittlerweile ein wenig zu stabilisieren. Für den Monat August wird bei Milch mit natürlichen Inhaltsstoffen ein mittlerer Ausbezahlungspreis von 32,10 Cent/kg erwartet. (Anmerkung: Die Milchpreisschätzung der AMA erfolgt auf Basis von zirka 85% der angelieferten Rohmilchmenge, wobei die saisonale Schwankung für die Bezahlung der Inhaltsstoffe Fett und Eiweiß berücksichtigt wird.)

Milchanlieferung: Im Mai wurde Vorjahresniveau erstmals in diesem Jahr übertroffen

Auch im Juli 2015 hat sich in Österreich der saisonale Rückgang der Milchanlieferung fortgesetzt. Das Vorjahresniveau wurde allerdings um 1,3% überschritten. Insgesamt wurden laut AMA von Jänner bis Juli 2015 rund 1,8 Mio. t Rohmilch verarbeitet; das waren um 1,2% weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres. Die Anlieferung fiel bekanntlich in den Monaten Jänner bis April 2015 noch geringer als vor einem Jahr aus (um -2,2 bis -3,7%). Erst im Mai wurde die Vorjahreslinie gekreuzt (+0,5%), seither liegt die Menge leicht über dem Vergleichswert von 2014.