Rückgang des österreichischen Erzeugermilchpreises setzte sich im Juni fort

Molkereien zahlten im Schnitt 29,70 Cent netto aus.

Wien, 28. Juli 2016 (aiz.info). - Der österreichische Erzeugermilchpreis war auch im Juni 2016 rückläufig. Die Molkereien und Käsereien zahlten ihren Lieferanten für Rohmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Durchschnitt 29,70 Cent netto beziehungsweise 33,56 Cent brutto/kg. Das waren um 0,26 Cent netto weniger als im Vormonat Mai, während sich gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 11,3% ergab. Dies geht aus der jüngsten Milchstatistik der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der für Juni 2016 ermittelte Erzeugerpreis von 29,70 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Heumilchzuschlag) wurden im Bundesschnitt 27,08 Cent ausbezahlt. Für Biomilch erhielten die Bauern im Schnitt 39,62 Cent netto/kg.

Auch im Juli 2016 scheint es keine Besserung der Auszahlungspreise zu geben. Laut aktuellen Schätzungen, wird bei Milch mit natürlichen Inhaltsstoffen für diesen Monat ein mittlerer Erzeugerpreis von 29,10 Cent/kg erwartet. Die Milchpreisschätzung der AMA erfolgt auf Basis von zirka 85% der angelieferten Milchmenge, wobei die saisonale Schwankung für die Bezahlung der Milchinhaltsstoffe (Fett und Eiweiß) berücksichtigt wird.

Milchanlieferung unter der Vorjahreslinie

Im Juni 2016 wurden in Österreich 258.874 t Milch angeliefert. Im Vormonat Mai waren es noch 287.116 t und im April 278.828 t. Somit folgt die Milchanlieferung dem saisonalen Verlauf, der bekanntlich im Mai den Höhepunkt der Lieferkurve vorsieht, danach sinkt die Menge bis zum Herbst kontinuierlich, um dann wieder anzusteigen. Das Vorjahresniveau wurde im Juni 2016 mengenmäßig unterschritten (2015 waren es im selben Monat 264.490 t). Von Jänner bis Juni wurden heuer 1,634.672 t Milch an heimische Molkereien geliefert. Zu beachten ist hier aber, dass jene Milchmengen die von heimischen Landwirten an Molkereien in anderen Mitgliedstaaten geliefert werden, seit Jänner 2016 in dieser AMA-Statistik nicht mehr enthalten sind und daher der Vergleich zum Vorjahr nur bedingt möglich ist.