Rupprechter: Hohe Teilnahme an Mengenreduktion ist positives Signal für Milchmarkt

Erster Antragszeitraum für europaweite und österreichische Maßnahme ausgelaufen.

Wien, 22. September 2016 (aiz.info). - Das Unterstützungspaket der EU zur Entlastung des Milchmarkts wird von den österreichischen Bäuerinnen und Bauern gut angenommen. Insgesamt sind im ersten Antragszeitraum für die Reduktionsbeihilfen zirka 4.000 Anträge bei der AMA eingelangt. Damit beteiligen sich in der ersten Phase rund 15% der Milchbetriebe an den Reduktionsmaßnahmen.

"Die österreichischen Milchbäuerinnen und Milchbauern beteiligen sich aktiv an der Stabilisierung des Milchmarktes. Die hohe Teilnahme an den mit dem zweiten EU-Hilfspaket unterstützten Reduktionsmaßnahmen setzt ein positives Signal in Richtung Milchmarkt", betont Bundesminister Andrä Rupprechter.

Die Antragstellung für den ersten Termin der Milchreduktionsbeihilfe der EU war bis zum 21. September 2016 möglich. Diese Beihilfe ist ein auf EU-Ebene erstmals zur Anwendung kommendes freiwilliges Marksteuerungsinstrument. Die Anträge betreffen den Reduktionszeitraum Oktober bis Dezember 2016. Es sind mehr als 4.000 Anträge für eine geplante Reduktionsmenge von zirka 26.500 t eingegangen. Hier sind auch die 180 Anträge enthalten, die in die Sonderregelung Almmilcherzeugung fallen und aus den Mitteln der "außergewöhnlichen Anpassungsbeihilfe" bezahlt werden.

90% der Antragsteller nutzen auch außergewöhnliche Anpassungsbeihilfe

Gleichzeitig mit der EU-Reduktionsbeihilfe konnte auch die österreichische "außergewöhnliche Anpassungsbeihilfe" für den Reduktionszeitraum Jänner bis März 2017 beantragt werden. Mit zirka 3.700 Anträgen nutzten fast 90% der Antragsteller diese zusätzliche Möglichkeit mit einer geplanten Reduktionsmenge von etwa 33.600 t.

Für die EU-Milchreduktionsbeihilfe wurden in Österreich rund 3,5% der Produktionsmenge des Referenzzeitraumes Oktober bis Dezember 2015 beantragt und für die außergewöhnliche Anpassungsbeihilfe fast 4,2% der Anlieferungsmenge des Zeitraumes Jänner bis März 2016. "Die einfache und unbürokratische Antragsstellung, die umfassende Information, sowie die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern und der AMA ermöglichte die gute Annahme dieses freiwilligen Angebots durch die Landwirte", hält Rupprechter fest.

Die von Österreich für die Anpassungsmaßnahme eingesetzten EU-Mittel von 5,86 Mio. Euro entsprechen einer möglichen Reduktionsmenge von zirka 42.000 t. Für potentielle Antragsteller, die bisher nicht an der EU-Maßnahme teilgenommen haben, besteht ab 14. November 2016 bis zum 7. Dezember 2016 nochmals die Gelegenheit, für den Zeitraum Jänner bis März 2017 (außergewöhnliche Anpassungsbeihilfe) einen Antrag zu stellen. Aufgrund dieser Möglichkeit wird davon ausgegangen, dass sich das Gesamtausmaß der geplanten Reduktionsmengen im Rahmen der Anpassungsbeihilfe von derzeit 33.600 t noch weiter erhöht.