Russland bleibt von Sojaimporten weiter stark abhängig

Einfuhren für 2015/16 werden auf 1,75 Mio. t geschätzt.

Moskau, 14. Dezember 2015 (aiz.info). - Trotz einer deutlichen Steigerung der russischen Produktion von Sojabohnen in den zurückliegenden Jahren sind die Verarbeiter im Land noch immer stark auf Einfuhren angewiesen. Nach einer Prognose des landwirtschaftlichen Analysen- und Informationsdiensts APK-Inform dürften 2015/16 rund 1,75 Mio. t Sojabohnen importiert werden, was um 80.000 t weniger wäre als im vergangenen Wirtschaftsjahr und um 200.000 t weniger gegenüber dem 2013/14 verzeichneten Höchststand.

In den ersten zwei Monaten des im September angelaufenen Wirtschaftsjahres sind nach Russland laut Angaben von APK-Inform etwa 345.500 t Sojabohnen eingeführt worden, hauptsächlich aus Uruguay und Brasilien. Wie berichtet, hat das Moskauer Landwirtschaftsministerium die diesjährige inländische Sojaernte vorläufig auf rund 2,8 Mio. t geschätzt, was das Ergebnis von 2014 um 7,7% überschreiten und damit einen neuen Produktionsrekord darstellen soll.