Russland-Embargo: Zuchtschweine werden gebraucht

Moskau debattiert über Lockerung des Einfuhrverbotes.

Moskau, 24. November 2014 (aiz.info). - Die russische Landwirtschaft braucht zum Aufbau der eigenen Herde dringend Zuchtschweine. Deshalb wird in Moskau schon mal über die Möglichkeit von Importen aus der EU nachgedacht. Darüber wollen die russischen Behörden aber nur mit einzelnen EU-Mitgliedstaaten verhandeln und nicht mit der EU-Kommission und beharren auf neuen Veterinärzertifikaten. Eine Bescheinigung der gesamten EU will Russland nicht anerkennen, um die Afrikanische Schweinepest beim Import auszuschließen. Damit ist der Konflikt zwischen Brüssel und Moskau dort stehengeblieben, wo er zu Beginn des Jahres aufgehört hat. Die EU schließt wegen ihrer wirkungsvollen Seuchenbekämpfung die Afrikanische Schweinepest in allen EU-Mitgliedstaaten bis auf Polen und die baltischen Länder aus.

Russland hält wie berichtet auch Deutschland, Tschechien und Österreich für Risikogebiete und lehnt die Einfuhr von Schweinen oder von Schweinefleisch aus diesen Mitgliedstaaten ab. Letzte Woche haben Vertreter aus Frankreich, den Niederlanden und aus Dänemark in Moskau vorgefühlt, ob eventuell bilateral was zu machen ist.