Russland führt flexiblen Exportzoll auf Weizen ein

Mindestsatz von 0,87 Euro ab 1. Juli.

Moskau, 1. Juni 2015 (aiz.info). - Ab dem 1. Juli 2015 soll in Russland ein variabler Exportzoll auf Weizen erhoben werden. Gemäß einer am vergangenen Freitag veröffentlichten Kabinettsverordnung soll für die Wertberechnung die Formel 50% des Warenwerts abzüglich 5.500 Rbl (momentan etwa 96 Euro) pro t herangezogen werden. Dabei wurde ein nominaler Mindestsatz von 50 Rbl (87 Cent) pro t festgesetzt. Die neue Regelung diene dazu, die Getreideexporte in Abhängigkeit von den Veränderungen der Weltpreise zu regulieren, heißt es in einer Erläuterung. So ermögliche diese, im Falle einer stärkeren Abwertung des Rubels die Ausfuhren zu bremsen. Schließlich sollte eine Balance beim Absatz zwischen In- und Ausland gewährleistet werden.

Wie berichtet, wurde der in Russland zum Anfang Februar 2015 eingeführte Exportzoll auf Weizen am 15. Mai 2015 aufgehoben. Die Maßnahme hat sich gelohnt, erklärte Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschjow. Nach einer Ende vergangenen Jahres erfolgten deutlicheren Schwankung des Rubelkurses nach unten habe sie sich auf den Getreidemarkt positiv ausgewirkt, sodass darauf um anderthalb Monate früher verzichtet werden konnte als zunächst vorgesehen.