RWA setzt stabile Entwicklung fort und legt Grundstein für die Zukunft

Der Konzern der RWA Raiffeisen Ware Austria und die Lagerhäuser starteten 2016 eine Investitionsoffensive mit Fokus auf Standortprojekte und strategische Zukunftsthemen

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© Georges Schneider
Der Konzern der RWA Raiffeisen Ware Austria zeigte im Geschäftsjahr 2016, in einem nach wie vor herausfordernden Umfeld, eine zufriedenstellende operative Leistung. Die Ergebnisentwicklung verlief bei nahezu allen Konzerngesellschaften positiv. Die Agrar-Handelsmenge stieg auf den Rekordwert von mehr als 3,4 Mio. Tonnen. Der Gesamtumsatz belief sich auf 2,2 Mrd. EUR und sank infolge von niedrigen Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Betriebsmittel sowie Energieprodukte um 7 Prozent. Der Fokus der RWA lag im abgeschlossenen Geschäftsjahr, neben den üblichen Geschäftsaktivitäten, vor allem auf einer Reihe an Zukunftsprojekten, in die stark investiert wurde. Mit diesen legen die Unternehmen im Raiffeisen Warenverbund den Grundstein für die nachhaltige Absicherung des Erfolgs.
Ein stagnierender Welthandel bei gleichzeitig volatilen Rahmenbedingungen mit sprunghaften Rohstoffpreisen bildete den Rahmen für die geschäftliche Entwicklung des Konzerns der RWA Raiffeisen Ware Austria AG und der Lagerhaus-Genossenschaften im Jahr 2016. In diesem Umfeld setzten die Unternehmen des Raiffeisen Warenverbunds ihren stabilen Kurs fort und tätigten gleichzeitig große Investitionen in strategische Zukunftsprojekte – angefangen von einer Standortoffensive bis hin zu verschiedenen Digitalisierungs- und Innovationsprojekten.

Investition in die Zukunft

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© Georges Schneider
Der RWA-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen konsolidierten Gesamtumsatz von 2,2 Mrd. EUR. Das entspricht einem Rückgang von 7 Prozent, der auf das niedrige Preisniveau bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Betriebsmitteln sowie Energieprodukten zurückzuführen ist. Aufgrund einer zufriedenstellenden Entwicklung der meisten Konzerngesellschaften und damit verbundenen positiven Ergebnissen, lag das EGT des Konzerns bei 19,1 Mio. EUR. Der leichte Rückgang ist auf geringere Beteiligungserträge zurückzuführen. Insgesamt setzte der RWA-Konzern seine stabile Entwicklung, dank des breiten Spektrums an Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen, fort. Das zeigt sich auch anhand der guten Eigenkapitalausstattung mit einer Quote von rund 50 Prozent sowie der hohen Investitionstätigkeit im Ausmaß von rund 33 Mio. EUR.
Die starke Investitionsfreude spiegelt sich in der Forcierung einer Reihe an Zukunftsprojekten wider, die intensiv verfolgt werden. Diese reichen von Aktivitäten zur Modernisierung bzw. zum Ausbau der Standorte über dynamische Digitalisierungs- und Innovationsprozesse bis hin zur strategischen Ausweitung des Geschäftsportfolios. Im vergangenen Jahr ist am RWA-Standort in Aschach nicht nur der wichtigste Übernahme- bzw. Umschlagsstandort Österreichs für Getreide und Ölsaaten, sondern gleichzeitig auch einer der größte Silobetrieb Mitteleuropas entstanden. Ebenso vergrößert die RWA laufend ihr Standortnetz in Zentral- und Südosteuropa, aktuell in Ungarn, Serbien sowie Rumänien. Damit setzt die RWA wichtige Akzente in Richtung moderner, leistungsfähiger Standorte. Darüber hinaus arbeitet die RWA gemeinsam mit den Lagerhäusern mit Hochdruck an der Digitalisierung des Lagerhaus-Verbunds, einem einheitlichen IT-System und der Erweiterung des Angebots für biologisch wirtschaftende Betriebe.
„Der RWA-Konzern und die Lagerhäuser waren in den vergangenen Jahren mit einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld konfrontiert. Die Welt rund um uns alle ist in einem starken Wandel begriffen und daher ist es auch für uns Zeit, einen Schritt weiter zu gehen. Mit unseren Zukunftsprojekten stellen wir uns aktiv und offensiv auf die neuen Rahmenbedingungen ein, um auch in Zukunft ein starker und erfolgreicher Partner der Landwirte und der ländlichen Region zu bleiben“, so RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf.

Rekordhandelsmenge im Agrarbereich

Das Agrargeschäft der RWA entwickelte sich 2016 positiv mit einer Ausweitung der Handelsmenge auf den Rekordwert von 3,4 Mio. Tonnen. Preisbedingt sank der Umsatz auf 1,2 Mrd. EUR (-5,0 %). Im Geschäftsfeld Technik stieg der Umsatz um 6,8 % auf 100 Mio. EUR, wofür maßgeblich eine gute Entwicklung des Ersatzteilhandels verantwortlich war. Die Umsätze in den Segmenten Bau- und Gartenmärkte bzw. Baustoffe blieben relativ stabil mit einem Umsatz von 213 Mio. EUR (+2,7 %) bzw. 28 Mio. EUR (-4,1 %). Im Energiebereich sank der Umsatz um 14,7 % auf 656 Mio. EUR. Ausschlaggebend war insbesondere das niedrige Preisniveau bei Mineralölprodukten, aber auch ein leichter Mengenrückgang bei Diesel und Heizöl. Bei Pellets wurde hingegen ein deutliches Wachstum auf 200.000 Tonnen erzielt.

Lagerhäuser trotzen rauem Umfeld

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© Georges Schneider
Die Lagerhäuser entwickelten sich, ebenso wie die RWA, vor dem Hintergrund eines herausfordernden Umfelds stabil. Der Gesamtumsatz der Lagerhäuser in Österreich betrug 4,1 Mrd. EUR, was einem geringfügigen Rückgang von 3,6 % entspricht. In den Segmenten Agrar und Energie zeigen sich die rückläufigen Preise. Der Agrarumsatz lag bei 1,1 Mrd. EUR (-6,2 %), der Energieumsatz bei 952 Mio. EUR (-10 %). Der Technikbereich entwickelte sich, in Anbetracht des sehr schwierigen Branchenumfelds, stabil mit einem Umsatz von 638 Mio. EUR (-1,8 %). Leichte Zuwächse zeigte das Segment Baustoffe mit einem Umsatz von 682 Mio. EUR (+2,2 %) sowie der Bereich Bau- und Gartenmärkte mit 611 Mio. EUR (+1 %).
„Die Lagerhäuser haben im Geschäftsjahr 2016 nicht nur den rauen Bedingungen quer durch die einzelnen Geschäftssparten die Stirn geboten, sondern sich gerade in diesem Umfeld bewusst dazu entschieden, zu investieren. Alleine die Lagerhäuser in Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und dem Burgenland investierten im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 75 Mio. EUR vor allem in Infrastruktur bzw. Standortprojekte. Im laufenden Geschäftsjahr planen die Lagerhäuser in diesen Bundesländern ähnlich intensive Investitionen zu tätigen“, so Wolf.