Raps: Höhere Deckungsbeiträge
Raps steht fast 11 Monate am Feld. Der Rapsanbau ist somit immer eine Herausforderung in der Kulturführung, aber auch eine lohnende Ölfrucht.
Dem Raps fehlt heuer rund ein Monat Vegetationszeit
Raps beginnt im Frühjahr bereits sehr zeitig mit dem Wachstum. Das passiert mit steigenden Temperaturen und den ersten Sonnenstrahlen meist Mitte Februar bis spätestens Anfang März. Heuer war das gesamte österreichische Rapsanbaugebiet bis Anfang April (Ostern) mit Schnee bedeckt. Dem Raps fehlt also ca. ein Monat an Vegetationszeit.
Da die Blüte hauptsächlich von der Tageslänge abhängig ist, war der Blühbeginn nur unwesentlich später als üblich. Viele Bestände sind wegen der fehlenden Vegetationszeit im Frühjahr relativ kurz geblieben. Aufgrund der guten Entwicklung im Herbst und im Winter konnten die Pflanzen aber viele Verzweigungen anlegen und haben so das Potenzial, dünne oder kürzere Haupttriebe mit vielen Verzweigungen auszugleichen.
Hier haben die Hybride mit ihrem kräftigen Wuchs wie DK Exstorm und Sherpa eindeutige Vorteile, die sich bei der Ernte in höheren Erträgen zeigen.
Trockene Witterung zur Blütezeit
Zur Blüte hin war die Witterung so wie in den letzten Jahren wieder sehr trocken. Das ist für eine gute Befruchtung grundsätzlich von Vorteil, da die Pollenbildung und die Bestäubung durch Insekten begünstigt werden und die Krankheitsübertragung (Sklerotinia) minimiert wird. Die Luft sollte allerdings nicht zu heiß und trocken sein, da sonst der Pollen vertrocknet und es zu keiner Befruchtung kommt.
Es ist wichtig, dass möglichst viele Körner pro Schote angelegt sind, da dies die Grundlage für den Ertrag darstellt. Sorten wie zum Beispiel Adriana haben besonders lange Schoten mit sehr vielen Körnern. Das ist das „Geheimnis“ der stabil hohen Kornerträge der Sorte.
Ausreichend Winterfeuchtigkeit
Zum Glück ist heuer ausreichend Winterfeuchtigkeit bis in tiefe Bodenschichten vorhanden und die Rapspflanzen können mit ihren starken Pfahlwurzeln diese Feuchtigkeit auch nützen. Auch hier haben die Hybriden mit ihrem weitaus besseren Wurzelsystem deutliche Vorteile.
Gerade Hybride wie DK Exstorm oder Sherpa haben ein sehr kräftiges Wurzelsystem und können sich Wasser und Nährstoffe besser aneignen.
Das Raps-Sortiment von Die Saat im Überblick
- DK Exstorm – zuverlässige Höchsterträge: DK Exstorm ist gut für die Frühsaaten geeignet, ohne die Gefahr des Überwachsens im Herbst. Die Sorte bildet zuerst ein kräftiges Wurzelsystem und der Vegetationskegel bleibt so lange geschützt. Daraus resultiert die hervorragende Winterhärte von DK Exstorm. Auch im Frühjahr wartet er bis sich nachhaltig wüchsiges Wetter eingestellt hat und bildet dann seine Triebe. Einmal in Fahrt gekommen, gibt es für DK Exstorm dann aber kein Halten mehr. Die Hybride zeigt dicke Haupttriebe mit enormem Potenzial an ertragsentscheidenden Verzweigungen und bildet dichte, ertragreiche Bestände.
- Sherpa – kurz, früh und standfest: Die Sorte Sherpa ist eine neue MSL-Hybride mit kurzem Wuchs, früher Blüte und Reife sowie einer sehr guten Standfestigkeit. Die Sorte besitzt ein extrem gutes Wurzelwachstum und hat ein besonders gutes Regenerationsvermögen nach Stresssituationen. Diese Eigenschaften machen Sherpa auch zur ersten Wahl bei Mulch- und Spätsaat. Sherpa zeigt die früheste Blüte und Reife sowie die beste Standfestigkeit aller Hybriden.
- Adriana – Erfolg auf ganzer Linie: Adriana ist eine sehr ölreiche Liniensorte und zeigt in den offiziellen Versuchen der AGES hohe Ölerträge. Adriana besitzt auch die beste Gesundheit aller Sorten und ist bei den Krankheiten Sklerotinia und Phoma mit der Bestnote eingestuft. Daher eignet sich die Sorte besonderes für den Anbau in engen Fruchtfolgen mit einem hohen Rapsanteil, aber auch für Betriebe die Senf als Zwischenfrucht verwenden.
Heuer neu im Sortiment: DK Explicit und Ametyst
- DK Explicit – größer, stärker, besser: DK Explicit ist eine wuchtige Hybride, die massige Bestände bildet. Aufgrund der großen Pflanzenmasse besitzt die Sorte die meisten Reserven bei Trockenheit und Stress. So übertrifft DK Explicit die Konkurrenz nicht nur in der Größe, sondern vor allem in Leistung und Ertrag.
- Ametyst – höchstes Potenzial: Die neue Liniensorte Ametyst zeigte im 2-jährigen Durchschnitt der offiziellen Versuche der AGES 2011 und 2012 die höchsten Erträge aller Liniensorten. Ametyst besitzt eine mittlere Blühe und Reife sowie eine durchschnittliche Wuchshöhe bei sehr guter Standfestigkeit. Die Liniensorte hat einen extrem hohen Ölgehalt und liefert somit beste Marktleistung.
