Sägewerke in Österreich weiterhin gut mit Nadelrundholz bevorratet

Holzabfuhr erfolgt zügig - Preise für Leitsortiment Fichte weiter gefestigt.

Wien, 16. Dezember 2016 (aiz.info). - Das österreichische Wirtschaftswachstum wird weiterhin vom privaten Konsum sowie stärkeren Industrieinvestitionen getragen. Der Beitrag des Außenhandels dazu sollte 2017 steigen, nachdem sich die Weltwirtschaft in einer moderaten Erholungsphase befindet und Lieferungen auch in Drittländer zunehmen sollten.

Bei durchwegs hohem Einschnitt sind die Sägewerke in Österreich weiterhin gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Das Kalamitätsholz-Aufkommen im Inland ist stark rückläufig, weshalb die Nachfrage vor allem nach frischen Qualitäten gut ist. Alle Standorte sind ausreichend aufnahmefähig, die Holzabfuhr aus dem Wald erfolgt zügig. Revisionsstillstände über die Weihnachtsfeiertage werden kürzer ausfallen als in den Vorjahren. Die Preise für das Leitsortiment der Fichte B, 2 b haben sich weiter gefestigt. Mancherorts werden für Frischholzlieferungen Prämien bis zu 2 Euro/Festmeter (FMO) geboten. Die Lärche hält ihr sehr gutes Preisniveau, bei Weiß- und Schwarzkiefer sind durchschnittliche Qualitäten schwierig abzusetzen, teilt die LK Österreich in ihrem jüngsten Holzmarktbericht mit.

Wie auch im Vormonat ist am Laubsägerundholzmarkt vor allem die Eiche in allen Qualitäten rege nachgefragt. Die Preise haben gegenüber dem Vorjahr deutlich angezogen. Der Markt für Bahnschwellen - hier findet vor allem die Rotbuche einen Absatz - ist weitgehend stabil. Bei den Buntlaubhölzern beschränkt sich die Nachfrage nur auf beste Qualitäten. Die von den Waldverbänden organisierten Wertholz-Submissionen finden am 26. Jänner 2017 in St. Florian bei Linz sowie am 30. Jänner im Stift Heiligenkreuz im Wienerwald statt.

Leichte Entspannung am Energieholzmarkt

Die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz aus dem Inland ist durch die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie trotz guter Bevorratung gegeben. Der Absatz ist im Rahmen der Verträge gewährleistet. Die Zufuhr ist teilweise kontingentiert, Waldlager konnten zum Großteil abgebaut werden. Die Papierindustrie ist verstärkt um Zweijahresverträge bemüht, bei kürzeren Abschlüssen muss mit Preisabschlägen gerechnet werden. Rotbuchenfaserholz wird bei ebenfalls guter Bevorratung zu stabilen Preisen nachgefragt.

Am Energieholzmarkt ist eine leichte Entspannung spürbar. Der Absatz ist im Rahmen der abgeschlossenen Verträge möglich. Wegen des vorhandenen Überangebotes aus dem In- und Ausland sind zusätzliche Mengen nur schwer am Markt abzusetzen. Die Preise sind auf niedrigem Niveau stabil.

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