Fruchtbarkeitsproblem bei Sauen im Sommer vorbeugen

In der warmen Jahreszeit sind Schweine erhöhten Belastungen ausgesetzt, die oft zu Leistungsdepressionen führen. Besonders bei Sauen treten im Sommer und Frühherbst erfahrungsgemäß vermehrt Fruchtbarkeitsprobleme auf.

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Der Hauptgrund für die schlechtere Fruchtbarkeit ist meist, dass die Sauen bei Hitze weniger Futter fressen. Neben einer schlechteren Milchleistung und geringeren Absetzgewichten werden durch den Nährstoff- und Energiemangel verstärkt Fett- und Muskelgewebe abgebaut. Neue Studien bestätigen, dass bei Gewichtsverlusten über 10 % die Fruchtbarkeit negativ beeinflusst wird. Die Sauen rauschen schlechter, rauschen häufiger um und die Ferkelzahlen sind im Folgewurf schlechter.

Besonders Erstlingssauen sind davon betroffen. Deshalb ist es notwendig, Jungsauen in bester Kondition mit ausreichend Körperreserven zum Abferkeln zu bringen. Nur so können Erstlingssauen die schwierige erste Säugezeit erfolgreich meistern.

Maßnahmen für die warme Jahreszeit

Um in der warmen Jahreszeit die benötigten Futtermengen in die Sauen zu bekommen, sollten folgende Maßnahmen berücksichtigt werden:
  • Stallklima optimieren und für ausreichend Durchlüftung sorgen: Warme Zugluft hilft eher, als dass sie schadet. Heizung und Regelung der Ferkelnester überdenken bzw. die Nesttemperatur früh genug reduzieren.
  • Optimale Kondition der Sauen zur Abferkelung (17–20 mm RSD).
  • Gezielte Anfütterung der Sauen nach der Abferkelung: Am dritten Säugetag sollten die Sauen etwa 3,5 kg Säugefutter aufnehmen. Danach Steigerung auf 5 kg (JS 4,2 kg) Säugefutter innerhalb der ersten 10 Säugetage. Je nach Ferkelanzahl und Kondition sollte dann jeden zweiten Tag um etwa 0,5 kg gesteigert werden. Ziel ist es je nach Genetik bei Altsauen 95 MJ (ca. 7,3 kg) und bei JS 85 MJ (6,5 kg) ab dem 18. Säugetag zu erreichen.
  • Mehrere Futtergaben pro Tag: Wenn möglich, ab dem zehnten Säugetag dreimalige Fütterung. Zwei Mal am Morgen, ein Mal in den Abendstunden.
  • Erhöhen der Energiedichte im Futter: 200–400 g Prima F/S pro Sau und Tag als Top-Dressing oder 5 % im Säugendfutter helfen vor allem den Jungsauen, die benötigten Energiemengen aufzunehmen.
  • Reichliche Wasserversorgung sicherstellen: Durchflussraten prüfen, Wassergaben von Hand zur Abferkelung, Wassergabe vor und nach der Fütterung.
  • Bestmögliche Troghygiene: Futterreste immer aus dem Trog spülen. Tägliche Überprüfung der Futteraufnahme. Wird das vorgelegte Futter nicht 100%ig gefressen: Reduktion um 300 g.
  • Einsatz eines speziellen Rauschefutters: Profert ist ein Spezialprodukt und wird mit 0,5 kg pro Sau und Tag zu ca. 3 kg Tragendfutter eingesetzt. Profert regt den Hormonstoffwechsel an und fördert Follikelreifung und Eisprung. Profert unterstützt nachweislich die Rausche der Sauen und verbessert die Zahl der lebend geborenen Ferkel im Folgewurf.
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Autor:
Ing. Gabriel Schrabauer, MA