Schlachtschweinemarkt in der EU: Preise stabil

Unveränderte Mastschweine-Notierung in Österreich.

Wien, 31. Oktober 2011 (aiz.info). - EU-weit herrschen derzeit stabile Verhältnisse am Schlachtschweinemarkt. Nur Frankreich (+0,5 Cent) und Spanien (-0,5 Cent) weichen diese Woche von den unveränderten Notierungen minimalst ab. In Deutschland gab es nach dem letztwöchigen Plus wieder einmal eine "Hauspreis-Woche": Trotz knapper Stückzahlen waren einige Vermarkter nur bereit, nach unten abweichende Hauspreise zu bezahlen. Da aber in der Folge diese 2 Cent unter der Notierung gebliebenen Schlachtbetriebe mit weniger Ware versorgt wurden, setzte sich für diese Woche letztlich die unveränderte Notierung der Erzeugergemeinschaften durch.

In Österreich konnte vergangene Woche trotz Feiertag der Markt bis auf Kleinigkeiten geräumt werden, berichtet die Schweinebörse. Nach wie vor gut laufen die Exporte nach Asien, aber auch innerhalb der EU - beispielsweise Schinken nach Italien. Auch der Frischfleischsektor floriert. Hier sind Aktionsangebote in den Supermärkten zweckdienlich. Trotz des überdurchschnittlich hohen Angebots und eines durch das Allerheiligenfest abermals fehlenden Schlachttages ist auch diese Woche mit ähnlichen Verhältnissen zu rechnen. Der Mastschweine-Notierungspreis der Schweinebörse bleibt daher unverändert bei EUR 1,52 (Berechnungsbasis: EUR 1,42 je kg). Auch weiterhin überwiegen die Anzeichen auf anhaltend stabile Verhältnisse.

Nur langsamer Rückgang der EU-Schweineproduktion erwartet

Der Prognoseausschuss Schweinefleisch der EU-Kommission hat jetzt, basierend auf den Ergebnissen der Viehzählung im Mai/Juni, eine Prognose zur Entwicklung der Schweineproduktion und der Preise bis Mitte 2012 abgegeben, meldet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI). Trotz kräftig gestiegener Futtermittelkosten und nicht kostendeckender Preise werden heuer in der EU mehr Schweine erzeugt. Der Prognoseausschuss schätzt die Schweineproduktion in diesem Jahr auf etwas mehr als 258 Mio. Stück, was einem Zuwachs von 1,6% gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Vor allem im ersten Halbjahr kamen mehr Schweine an den Haken, im zweiten Halbjahr wird sich das Wachstum jedoch abschwächen.

Für das erste Halbjahr 2012 wird nicht mit einem drastischen Produktionsrückgang gerechnet: Im ersten Quartal wird nach Einschätzung der Experten das Produktionsvolumen in etwa auf Vorjahresniveau liegen, bevor es ab dem 2. Quartal weniger Schweine in der EU geben wird. Daher wird auch kein starker Anstieg der Erzeugerpreise erwartet. In der Summe aller Prognosen könnte sich von Jänner bis März 2012 eine Erhöhung von lediglich 1 Cent/kg oder knapp 1% mehr als im ersten Quartal 2011 ergeben.