Schossergabe bei Wintergerste

Düngung von Wintergerste: Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt für die Anschlussdüngung, auf ausreichende Versorgung mit Mangan und auf die Bodenversauerung.

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© RWA
Die meisten Wintergerstenbestände befinden sich derzeit (Stand Anfang April 2014) in etwa bei EC 30 bis 31. Die Anschlussdüngung sollte daher je nach Bestandsentwicklung jetzt oder in Kürze erledigt werden.

Parameter für die Anschlussdüngung:

kräftige Bestände (> 3 bis 4 kräftige Triebe je Pflanze) bis EC 31/32 zuwarten
normale Bestände ( ca. 3 kräftige Triebe je Pflanze) um EC 31 nachdüngen
schwache Bestände (< 3 kräftige Triebe je Pflanze)    sofort nachdüngen
Die Höhe der Gabe für die Anschlussdüngung sollte so bemessen werden, dass in Abhängigkeit des angestrebten Ertragszieles und der bereits applizierten Andüngung noch etwa 40 kg N/ha als Abschlussdüngung zum Ährenschieben eingeplant werden können. Bei mehrzeiligen Gerstensorten sollte die Betonung der Stickstoffdüngung auf die nun fällige 2. Gabe gelenkt werden.

Versorgung mit Mangan

Eine erhöhte Gefahr von Manganmangel in der Wintergerste besteht bei leichten Böden mit einem hohen pH-Wert. Zudem ist auch die derzeit vorherrschende Trockenheit ein Faktor. Daher sollte vor allem bei der Wintergerste auf eine ausreichende Mangan-Versorgung geachtet werden:
  • Als Vorbeugemaßnahme mit mindestens 15 kg/ha Epso microtop oder Epso combitop (der mitgelieferte Schwefel fördert gleichzeitig die N-Aufnahme und das Magnesium die Wurzelbildung).
  • Als „Akutmaßnahme“ bei bereits bestehenden Mängeln, wie oben beschrieben, über Manganchelat mit 0,5 bis 1kg/ha.
  • Spurenelemente in Chelatform sind bei Mischungen allgemein problemloser einsetzbar und speziell Manganchelat wirkt da auch am schnellsten.
Zeichen für Manganmangel sind: Zwischen den Adern der mittleren Blätter sind kleine, längliche und mehr streifenförmig angeordnete gelb-weiße Striche sichtbar.

Bodenversauerung

Vereinzelt wird von Wintergerstenbeständen berichtet, die eine flächige Gelbfärbung mit teilweisem Absterben der Gerstenpflanzen zeigen. Verantwortlich dafür kann ein stark versauerter Boden mit extrem niedrigen pH-Wert (4 – 4,5) sein. Eine optimale Wurzelbildung ist in diesen Böden nicht möglich. Das führt zu empfindlichen Ertragseinbußen. Eine Ausgleichs- bzw. Erhaltungskalkung sollte daher insbesondere beim Einsatz von stark versauernden Düngemitteln wie beispielsweise Harnstoff oder N+S Düngern immer alle 2 – 3 Jahre durchgeführt werden. Der Einsatz von 1.000 kg/ha Branntkalk hat sich beispielsweise dafür sehr bewährt, da Branntkalk neben der pH-Wert-regulierenden Wirkung auch optimale Erfolge hinsichtlich der Strukturbildung im Boden bringt („der Maurer im Boden“) und obendrein auch eine gute hygienisierende Wirkung bietet.

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01.04.2014
Autor:
Peter Kirchmayr