Schweinemarkt: Schlachtreife Tiere quer durch die EU gefragt

Mastschweine-Notierung legt in Österreich um 2 Cent zu.

Wien, 25. November 2016 (aiz.info). - Am europäischen Schweinemarkt laufen die Schlacht- und Zerlegebänder derzeit saisontypisch voll ausgelastet. Da, wie erwartet, das Schweineangebot in den meisten EU-Ländern um einige Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau liegt, ist das schlachtreife Angebot nicht überall bedarfsdeckend. Infolgedessen dominieren stabile bis leicht anziehende Notierungen. In Deutschland mokiert sich die Fleischindustrie über diese Entwicklung - wohl deshalb, weil man um diese Jahreszeit eher gewohnt ist, mit sinkenden Rohstoffpreisen kalkulieren zu können. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat jedenfalls ihren Basispreis für Schlachtschweine erneut um 2 Cent angehoben.

Auch in Österreich bleibt aktuell kein Schwein länger als erforderlich im Stall. Vereinzelt müssen Partien vorgezogen werden, um den Bedarf zu decken. Das Geschäft am Fleischmarkt floriert, national wie international. Vor dem Hintergrund eines abermals unter dem Durchschnitt liegenden frischen Angebotes wurde an der heimischen Schweinebörse ein Plus von 2 Cent fixiert. Die Mastschweine-Notierung erhöht sich damit auf 1,55 Euro/kg (Berechnungsbasis: 1,45 Euro).

"Derzeit überwiegen die Anzeichen auf ein Anhalten der lebhaften Nachfrage. Da speziell im zweiten Halbjahr das Schweineangebot EU-weit deutlich unter dem Vorjahresniveau lag, ist auch in nächster Zeit mit keinem Druck aus den Gefrierlagern zu rechnen", stellt Johann Schlederer von der Schweinebörse fest.