Schweinepreise ziehen europaweit deutlich an

In Österreich wird Notierung diese Woche um 8 Cent erhöht.

Wien, 11. Juni 2013 (aiz.info). - Am europäischen Schweinemarkt ziehen die Notierungen in den meisten Ländern deutlich an. Als Treiber fungieren dabei einerseits die geringeren Stückzahlen beim Schweineangebot und andererseits die Belebung des Frischfleischhandels insbesondere bei Grillartikeln. Während in Deutschland die Abnehmer vergangene Woche nichts von Preissteigerungen hören wollten, wurde jetzt mit einem Plus von 8 Cent ein deutliches Zeichen gesetzt. Auch in Frankreich (+7 Cent) und in den meisten anderen Mitgliedstaaten fällt das Plus ähnlich hoch aus.

Österreich: Geringeres Angebot trifft auf steigende Nachfrage

In Österreich wurde binnen 14 Tagen der seit Ostern von Überhängen geplagte Schweinemarkt leer gefegt. Nunmehr steht eine um 10% verminderte Menge einem um 10% erhöhten Bedarf der Fleischbranche gegenüber. Angebotsseitig gehen die Stückzahlen saisonüblich zurück, aber auch die eine oder andere zurückgehaltene schlachtreife Partie bedingt die aktuelle Knappheit. Die in einigen Regionen des Landes prekäre Hochwassersituation spielte in diesem Zusammenhang keine bedeutende Rolle. Vor dem Hintergrund eines abermals knappen Angebots und der sehr lebhaften Nachfrage wurde an der heimischen Schweinebörse ein Plus von 8 Cent fixiert. Der Mastschweine-Notierungspreis steigt somit diese Woche auf EUR 1,64 (Berechnungsbasis: EUR 1,54) je kg.
"Die insgesamt freundlichere Marktlage wird bei grillfreundlicher Witterung bestehen bleiben. Die Preise dürften sich daher in nächster Zeit seitwärts oder aufwärts bewegen", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die Marktaussichten zusammen.
In Deutschland zeigt sich die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) erfreut darüber, dass der "Preisknoten endlich geplatzt ist". Die gute Stimmung am Schlachtschweinemarkt werde weiter anhalten und die Angebotssituation wohl knapp bleiben, so die ISN. Bei einer stabilen Wetterlage gehe man daher derzeit von weiteren Preiserhöhungen aus.