Schweiz: Coop lanciert Geflügelfleisch mit Donau Soja-Label

Bis Jahresmitte sollen auch Legehennen zertifizierte Soja-Futtermittel erhalten.

Bern/Wien, 9. Februar 2015 (aiz.info). - Schweizer Konsumenten, die Wert auf eine nachhaltige Fütterung der Nutztiere legen, finden in den Regalen der Handelskette Coop ab sofort Geflügelfleisch mit dem Donau Soja-Label. "Diese Initiative passt zu unserem umfangreichen Einsatz für eine tierfreundliche, ressourcenschonende und sozialverträgliche Landwirtschaft", erklärt Basil Mörikofer, der bei Coop für den Einkauf im Bereich Fleisch & Fisch zuständig ist. "Donau Soja eröffnet uns eine interessante Alternative zu Soja aus Übersee", so Mörikofer.

Coop hat unter anderem mit dem Schweizer Tierschutz eigene Haltungsprogramme für Rinder, Schweine, Kälber und Hühner entwickelt. Unter der Marke "Naturafarm Poulet" wird Fleisch von Freilandhühnern angeboten. Das Soja im Futter der Tiere stammt jetzt vollständig aus nachhaltigem Anbau in Europa anstatt aus Brasilien. Coop hat das Projekt in den letzten zwei Jahren zusammen mit seinen Marktpartnern umgesetzt. Es mussten neue Soja-Produzenten gefunden und neue Wege in der Beschaffung sowie der Logistik erschlossen werden.

Matthias Krön, Obmann von Donau Soja, freut sich über die Zusammenarbeit mit den eidgenössischen Partnern: "Die Schweiz ist nach Österreich das zweite Land, das unsere Produkte verkauft. Coop zeigt, dass eine Eiweiß-Beschaffung aus Europa machbar ist und sendet damit ein starkes Signal in andere Länder." Bis Mitte des Jahres sollen auch die Legehennen von "Naturafarm" ausschließlich zertifizierte Donau Soja-Futtermittel erhalten.

Im Jahr 2014 wurden bereits 36.500 t zertifiziertes Donau Soja verbraucht, für 2015 sind knapp 120.000 t für Projekte in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Serbien geplant. Diese Menge entspricht 46% des eidgenössischen Bedarfs.

Der Verein Donau Soja wurde 2011 in Österreich ins Leben gerufen. Er steht für gentechnikfreies, herkunftsgesichertes Qualitätssoja aus der Donauregion und umfasst knapp 170 Mitglieder in ganz Europa. Ziel der Vereinsträger ist es, die Bedingungen für den Sojaanbau zu verbessern und Importe aus Übersee zu minimieren. Das Headquarter von Donau Soja befindet sich in Wien, Regionalbüros sind derzeit in Novi Sad, Serbien und Bukarest, Rumänien. Repräsentanten-Stellen befinden sich in der Schweiz und in Italien. Weitere Informationen sind unter www.donausoja.org erhältlich.