Selbstversorger-Garten anlegen

Wer träumt nicht von einem Selbstversorger-Garten? Wir geben Ihnen Tipps wie Sie den Garten am besten anlegen, damit dem Vorhaben nichts mehr im Wege steht.

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Mit einem Selbstversorger-Garten kann man sich und seine Familie mit Gemüse und Obst versorgen © RWA
Ob Sie sich teilweise oder vollständig mit eigenem Gemüse und Obst aus dem Garten versorgen können, hängt nicht nur von der Größe des Gartens ab, sondern auch davon, wie viel Zeit Sie für den Selbstversorger-Garten aufwenden können bzw. wollen.

Größe der Anbaufläche

  • Teilweise Selbstversorgung: Wenn Sie sich nur teilweise mit Gemüse, Kräutern, Beeren und Obst versorgen wollen, so rechnen Sie mit 25 m² Anbaufläche pro Person.
  • Weitgehende Selbstversorgung: Mit einer Fläche von 70 m² pro Person können Sie schon sehr viel Obst und Gemüse ernten.
  • Vollständige Selbstversorgung: Für eine vollständige Selbstversorgung benötigen Sie mind. 160 m² pro Person. Davon fallen 20 m² für Gemüsebeete, 40 m² für Lagergemüse und 100 m² für Obst an.
Teilversorger haben eine wesentlich kleinere Fläche zu bearbeiten (ca. 100 m² für 4  Personen). Man kann sich nicht das ganze Jahr vollständig von der eigenen Ernte ernähren, aber vom Frühjahr bis zum Herbst ist es schon möglich täglich frisches Obst oder Gemüse aus dem eigenen Garten zu verspeisen. Bei guter Lagerung gibt es Gemüse und Obst bis spät in den Winter hinein.

Die Planung

Gemüseanbau im Selbstversorger-Garten[1486641092031481.jpg]
Blick in den Selbstversorger-Garten © RWA
Nehmen Sie sich am besten ein großes Blatt Papier zur Hand und zeichnen Sie die entsprechende Anbaufläche und die Himmelsrichtung ein. Bei der Bepflanzung ist auf die Sonneneinstrahlung zu achten, denn nicht alle Pflanzen mögen den ganzen Tag direkte Sonneneinstrahlung.

In der Nähe der Beete sollte es einen Wasseranschluss geben. Auch eine automatische Bewässerungsanlage wäre möglich. Das erspart viel Zeit und die Pflanzen werden optimal von unten mit Wasser versorgt. Planen Sie eventuell einen Komposthaufen in unmittelbarer Nähe ein.

Ein guter Gartenboden ist Grundvoraussetzung

Bodentest für den Selbstversorger Garten[1303825982.jpg]
Bodentest © Immergrün
Ein guter Gartenboden ist Grundvorraussetzung für ein gesundes Wachstum der Pflanzen. Der Boden sollte weder zu sandig noch zu lehmig sein. Werten Sie den Boden z.B. mit Immergrün Gartenerde und Kompost auf.

Damit Sie ganz sicher sein können, ob der Boden optimal für Ihr Gemüse und Obst ist, können Sie einen Bodentest durchführen. Mit dem Testergebnis erhalten Sie nicht nur eine Bodenanalyse, sondern auch eine Düngeempfehlung. Wie das geht lesen Sie hier.

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Wie viel Platz für Obst und Gemüse bei einem Selbstversorger-Garten?

Skizze - MischkulturenSkizze - MischkulturenSkizze - Mischkulturen[1486556934642779.jpg]
Mischkulturen im Selbstversorger-Garten © Immergrün
Die Beete sollten eine maximale Breite von 1,5 m haben und von beiden Seiten gut zugänglich sein. Planen Sie zwischen den Beeten einen Gehweg von 40 - 50 cm ein. Damit die Wege immer gut begehbar sind, können Sie Bretter verlegen oder sie mit Rindenmulch bestreuen.
  • Stellen Sie eine Wunschliste mit dem Obst und Gemüse zusammen, das Sie gerne essen, das pflegeleicht ist und in die Region passt. Planen Sie für Gemüse einen Platz für ca. 20 m² pro Person ein. Gemüse das viel Fläche benötigt, wie Kürbis oder Zucchini, braucht etwas mehr Anbaufläche. Bauen Sie Ihr Gemüse nach den Regeln der Mischkultur an. Diese Art von Anbau verhindert einseitigen Nährstoffentzug des Bodens, Krankheits- und Schädlingsbefall, Bodenmüdigkeit durch Wurzelausscheidungen und geringen Ertrag. Mehr Infos gibt es im Folder "Mischkulturen" von Immergrün.
  • Obstbäume und Beerensträucher benötigen knapp 100 m² Platz. Sie können bei den Beeten Platz sparen, wenn Sie für die Obstbäume einen geeigneten Platz im Garten haben.
  • Ein Frühbeet oder ein kleines Gewächshaus sollte in keinem Selbstversorger-Garten fehlen. Darin können Sie Ihre eigenen Pflanzen vorziehen und dann direkt ins Beet setzen. Die meisten Pflanzen vertragen keinen Frost und sollten erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie gepflanzt werden.
  • Kein Selbstversorgergarten sollte ohne Kräuter sein. Da die Kräuter zum Kochen benötigt werden, sollte der Kräutergarten in der Nähe des Hauses angelegt werden. Die meisten Kräuter benötigen viel Sonne. Daher ist eine südliche Lage ideal für sie.

Welches Gemüse und Obst anbauen?

Es gibt starkzehrende, mittelzehrende und schwachzehrende Pflanzen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht jedes Jahr dieselben Pflanzen ins selbe Beet setzen. Folgendes Obst und Gemüse eignen sich besonders gut für Selbstversorgergärten:
Apfelbaum im Selbstversorger Garten[1486641085423532.jpg]
Apfelbaum © RWA
Obstbäume:
  • Äpfel: Lassen sich gut einlagern.
  • Zwetschken: Bereiten wenig Aufwand, bringen aber einen großen Ertrag.
  • Marillen: Sie sind relativ robust, nur die frühen Blüten erfrieren bei -2° C.
Gemüsegarten anlegenGemüsegarten anlegenGemüsegarten anlegen[1335358647041516.jpg]
Gemüsegarten © RWA
Gemüse:
  • Kartoffeln: Kann man gut einlagern
  • Bohnen: Gartenzäune können als Rankhilfe dienen.
  • Karotten: Bereits nach 7 Wochen sind sie erntereif.
  • Pastinaken:  Sie sind frosthart und können den Winter über im Beet bleiben.
  • Zwiebeln: Wenn sie kühl und dunkel lagern, sind sie viele Wochen haltbar.
  • Radieschen: Sie benötigen nur 30 Tage zum Reifen.
  • Tomaten: Das Gemüse bevorzugt einen sonnigen und trockenen Platz.
  • Zucchinis: Zur besseren Befruchtung sollte man immer 2 Pflanzen zueinander setzen.
  • Salate: Setzten Sie alle 3 - 4 Wochen Salatpflänzchen aus, dann haben Sie den ganzen Sommer frische Salate.
  • Salatgurken: Bereits 2 Wochen nach der Blüte kann man sie ernten.
  • Spinat: Ein ideales Gemüse für die Vor- und Nachkultur, da der Spinat längere Nächte und kürzere Tage zum Reifen bevorzugt.
  • Kürbisse: Sie gedeihen besonders gut beim Komposthaufen.
Brombeeren im Selbstversorger Garten können im Juli geerntet werden[1436441607832585.jpg]
Rote und schwarze Brombeeren © RWA
Beerenobst:
  • Himbeeren: Pflanzen Sie frühe und späte Sorten.
  • Ribiseln: Sie sind robust und anspruchslos.
  • Brombeeren: Schneiden Sie die Triebe erst im Frühjahr ab, da die alten Ruten die jungen Triebe vor Frost schützen.

Tipps:

Nehmen Sie sich für den Anfang nicht zu viel vor. Beginnen Sie nur mit wenigen Gemüse- und Obstsorten und nehmen Sie dann jährlich 2 - 3 Sorten dazu. Lassen Sie den Garten wachsen.
  • Im Frühjahr fallen die meisten Arbeiten an, wie z.B. Beete vorbereiten und Vorkulturen aussäen.
  • Im Sommer beginnt die Erntezeit, die bis spät in den Herbst dauern kann. Die Beete sollten außerdem regelmäßig gelockert, von Unkraut befreit sowie täglich gegossen werden. Gemüse, das schon geerntet wurde, können Sie nachsäen bzw. auspflanzen.
  • Im Herbst wird eingekocht und eingelagert.

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