Situation am EU-Schweinemarkt weitgehend stabil

Unveränderte Mastschweine-Notierung in Österreich und Deutschland.

Wien/Berlin, 6. Dezember 2011 (aiz.info). - Am EU-Schweinemarkt herrschen derzeit überwiegend stabile Verhältnisse. In Deutschland, Österreich und Dänemark bleibt die Notierung diese Woche unverändert. Während in der BRD noch Meinungen über eine weitere Preiserhöhung zu hören waren, zeigt die Entwicklung in Frankreich, Spanien und Italien (minus 1 bis 2 Cent), dass der Spielraum nach oben bis Jahresende ausgereizt sein dürfte. Die Beurteilungen der aktuellen Marktlage fallen uneinheitlich aus, da der Schlachtschweinemarkt nach wie vor flott läuft, während sich am Fleischmarkt bei einzelnen Teilstücken die Fließgeschwindigkeit des Warenstroms reduziert hat.

In der BRD ist die gute Nachfrage auf dem Lebendmarkt für Schlachtschweine weiterhin ungebrochen. Aus Sicht der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) spricht derzeit nichts für eine negative Trendumkehr in dieser Woche, die Notierung dürfte mindestens stabil sein.
In Österreich bewegen sich Angebot und Nachfrage auf ausgeglichenem Niveau. Hierzulande gilt dies sowohl für den Lebend- als auch für den Fleischmarkt. Die überwiegend gute Nachfragesituation lässt auch für diese Woche, trotz fehlendem Schlachttag am 08.12., eine reibungslose Markträumung erwarten. Vor diesem Hintergrund wurde mit den Abnehmern der Mastschweine-Notierungspreis auf unverändertem Vorwochenniveau fixiert. Er bleibt somit bei EUR 1,56 je kg (Berechnungsbasis: EUR 1,46).

"Nach wie vor überwiegen bei uns die Anzeichen von Stabilität. Die Einschätzungen über die nächste Zukunft sind allerdings nicht mehr so eindeutig positiv wie in den letzten Wochen. Das heißt, Veränderungen nach oben sind eher auszuschließen", beschreibt Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse die Markttendenz.