Sommergerste: Das Beste fürs Krügerl und den Futtertrog

Sommergerste hat in Österreich seit Jahrzehnten ihren Platz in der Fruchtfolge. Bei den Ackerbauern im Osten handelt es sich vorwiegend um Braugerste, viehhaltende Betriebe setzen hauptsächlich auf Futtergerste.

Sommergerste von Die SaatSommergerste von Die SaatSommergerste von Die Saat[]
© RWA
Die Sommergerste stellt keine hohen Ansprüche an die Bonität des Bodens und verlangt vergleichsweise wenig Pflegeaufwand (Düngung und Pflanzenschutz). Außerdem ermöglicht sie es vielen Betrieben, an Herbst- und Winterbegrünungsmaßnahmen teilzunehmen und damit den Deckungsbeitrag zu erhöhen.

So schlug sich die Sommergerste 2015

Beachtlich ist, dass es die Sommergerste schafft, innerhalb von 100 bis 120 Tagen Vegetationszeit unter guten Witterungsbedingungen hohe Korn erträge zu liefern. Die Einkörnungsphase von der Blüte bis zur Vollreife des Kornes beträgt nur 6 bis 8 Wochen. In dieser kritischen Zeit fielen im Vorjahr kaum Niederschläge und die Temperaturen lagen deutlich über jenen des langjährigen Durchschnittes. Dennoch überraschte die Braugerste bei der Ernte 2015 mit hohen Erträgen (5,1 t/ha in NÖ) bei guter Kornsortierung und niedrigem Proteingehalt. Die Sommergerste konnte die im Boden vorhandene Restfeuchtigkeit optimal nutzen. Wichtig für die Einkörnung und somit für die Ertragsbildung sind gesunde und gut entwickelte Pflanzen. Es ist entscheidend, die Gerste auszusäen, sobald der Boden problemlos befahrbar ist und die Bestände gesund zu erhalten (auf Netzfleckenkrankheit und Getreidehähnchen achten!).

Cerbinetta: Top-Braugerste in Österreich

Die Hauptbraugerstensorte bleibt Cerbinetta. Cerbinetta reift mittelfrüh und ist gut standfest. Gegenüber Mehltau ist sie resistent, gegenüber Netzflecken verfügt sie über gute Toleranzeigenschaften. Bei hohem Befallsdruck, hervorgerufen durch kühle und feuchte Witterung beim Ährenschieben (Mitte bis Ende Mai), kann eine Behandlung gegen Netzflecken sinnvoll sein.

Solist und Zarasa: Gefragt von der Brau- und Malzindustrie

Solist und Zarasa sind etwas langstrohiger als Cerbinetta, verfügen dennoch über eine gute Standfestigkeit und zeichnen sich durch eine gute Kornsortierung aus (Zarasa ist die Sorte mit dem größten Korn des österreichischen Sortiments). Während Solist eher in trockenen Lagen Niederösterreichs hohe Erträge bringt, kommt Zarasa auch mit raueren Bedingungen im Waldviertel gut zurecht und verfügt über eine sehr gute Toleranz gegenüber Netzflecken.

Rusalka: Die neue Braugerste

Neu im Braugerstensortiment ist die Sorte Rusalka, eine kurzstrohige Braugerste mit sehr hohem Ertragspotenzial, guter Kornsortierung und mittlerer Toleranz gegenüber Netzflecken.

Filicitas, Calcule, Evelina, Agrippina: Jede Menge starke Futtergerste

  • Für die Produktion von Futtergerste stehen die bewährten Sorten Felicitas und Calcule zur Verfügung. Beide verfügen über ein hohes Ertragspotenzial und können für alle Anbaulagen empfohlen werden.
  • In höheren Lagen, wo neben Ertrag auch Stroh gefragt ist, hat sich die Edelhofer Züchtung Evelina bewährt. Sie liefert hohe Korn- und Stroherträge und ist gut tolerant gegenüber Netzflecken und Rhyncho.
  • In intensiven Anbaulagen, vor allem der Steiermark, wird die standfeste Agrippina sehr geschätzt. Agrippina ist resistent gegenüber Mehltau und reagiert postiv auf eine intensive Bestandesführung.
Nähere Informationen zum Die Saat Gersten-Sortiment finden Sie unter www.diesaat.at