Sorghum füllt die Futtertröge

Für Veredelungsbetriebe ist eine zuverlässige Produktion von hofeigenem Futter von besonderer Bedeutung. Sorghum ist dafür eine interessante Kultur.

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© Die Saat
Im Trockenjahr 2013 gab es aus vielen Ländern Meldungen, dass Landwirte aufgrund der geringen Mais- und Getreideernte ihre Viehbestände reduzieren mussten, da nicht genügend Futter vorhanden war. Das ist für Betriebe, die ihr Geld im Stall erwirtschaften sofort, mit finanziellen Einbußen verbunden. So hat die Sicherstellung einer stabilen Futtergrundlage oberste Priorität. Viele Landwirte suchen daher nach neuen Wegen und haben Sorghum als interessante Kulturpflanze zur Absicherung ihrer Futtergrundlage entdeckt. Denn Sorghum kommt im Vergleich zu Mais mit wesentlich weniger Wasser aus und ist so die optimale Absicherung gegen Trockenheit.

Körnersorghum: Gute Alternative zu Mais

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© Die Saat
Körnersorghum hat in Versuchen und in der Praxis sein hohes Ertragsniveau gezeigt und ist sowohl von der Menge als auch vom Nährstoffgehalt eine sehr gute Alternative zu Mais. Vor allem weißkörnige Sorten wie etwa Brigga haben in der Fütterung große Vorteile. Alle weißschaligen Sorten sind tanninfrei, das heißt, sie enthalten keine Bitterstoffe und sind daher bei allen Tierarten uneingeschränkt einsetzbar.

Im Energiegehalt liegt die Sorte Brigga beinahe auf dem Niveau von Mais, erreicht aber jedenfalls die Werte von gutem Futtergetreide.

Aus Körnersorghum kann analog zum Mais eine Kornsilage (CCM) hergestellt werden. In Fütterungsversuchen bei Mastschweinen mit einem Anteil von bis zu 40 % dieser Sorghumkornsilage in der Ration konnten keine Unterschiede in der Futteraufnahme und den Tageszunahmen im Vergleich zu Mais festgestellt werden.

Silosorghum: Hohe Masseerträge wie Mais

Auch bei der Ganzpflanzensilage ist Sorghum die erste Alternative zum Silomais, denn Sorghum kann bei den hohen Masseerträgen von Silomais mithalten. Im Energiegehalt liegt die Sorghumsilage um 10–15 % unter dem Silomais, je nachdem wie hoch der Rispenanteil bei den Sorghumpflanzen ausgebildet ist.

Neue, hochertragreiche Silosorten wie Biomass 150 liefern zuverlässig hohe Erträge und füllen den Silo auch in trockenen Jahren.

Sorghum bevorzugt trockenere Bedingungen und da viele Silomaisbetriebe im Feuchtgebiet liegen, gibt es oft Probleme mit der Standfestigkeit von extrem hochwüchsigen Typen.

Für diese Betriebe hat Die Saat die Sorte ES Harmattan entwickelt. Dabei handelt es sich um eine etwas kurzwüchsigere, dickstängelige Sorte mit sehr guter Standfestigkeit, die auch für feuchtere Lagen geeignet ist.

Aufgrund der kürzeren Wuchshöhe werden die absolut hohen Masseerträge von Biomass 150 nicht erreicht, aber durch die sehr gute und frühe Rispenausbildung liefert ES Harmattan sehr energiereiche Silage. Durch diesen Trick schafft es ES Harmattan beinahe die gleichen Energieerträge pro ha zu erreichen – und das bei deutlich besserer Standfestigkeit bis zur Ernte.

Maisbetriebe können mit einer relativ geringen technischen Anpassung ihre Maisgeräte problemlos für den Anbau und die Futterbereitung von Sorghum nützen und so ist es für jeden Betrieb möglich, Sorghum als neue Kulturpflanze selbst zu entdecken. Denn Sorghum ist eine interessante Kulturpflanze mit vielen Vorteilen, großem Potenzial und vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten – auch für Ihren Betrieb!
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© RWA
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