Sortenwahl bei Winterweizen

Welcher Sortentyp für welchen Standort passt, erfahren Sie hier.

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© RWA

Qualitätsweizen

ENERGO kombiniert einige Eigenschaften, die ihn sowohl für die Trockenstandorte als auch für bessere Standorte interessant machen. In den Wertprüfungen und Praxisversuchen bringt er in allen Gebieten sehr hohe Erträge mit hohen Proteingehalten. Auch bei höherem Ertragsniveau erreicht er stabil hohe Proteingehalte. Durch die verbesserte Standfestigkeit eignet sich ENERGO auch für eine intensivere Bestandesführung.

Der Top-Qualitätsweizen ELEMENT (BQ 8) spielt seine Stärken besonders auf den Trockenstandorten aus. Die Sorte zeigt das früheste Ährenschieben im Sortiment von DIE SAAT und reift auch früher ab als andere Qualitätsweizen. Sowohl im Trocken- wie auch im Feuchtgebiet waren Landwirte in den letzten Jahren immer wieder mit Fallzahlproblemen konfrontiert. Hier kann man mit der richtigen Sortenwahl gegensteuern. Die Qualitätsweizen ELEMENT, ESTEVAN und ENERGO bringen durch ihre gezielt gezüchtete Auswuchsfestigkeit nicht nur Ertragssicherheit, sondern auch Qualitätssicherheit. ESTEVAN zeichnet sich außerdem durch seine sehr gute Blattgesundheit aus. Interessant für alle Landwirte, die keine Fungizide einsetzen.

Als Qualitätsweizensorte bietet sich die deutsche Züchtung ARKTIS an. Dieser kurzwüchsige, spätreife Kolbenweizen ist besonders auf sehr guten Standorten durch sehr hohe Erträge aufgefallen. ARKTIS entstand aus einer Kreuzung mit der Sorte Akteur, ist aber frühreifer und ertragreicher. Da er in den Eigenschaften eines Mahlweizen ähnlich ist, ist ARKTIS im Feuchtgebiet und auf den besseren Standorten im Trockengebiet eine interessante und neue Alternative. Beachten Sie, dass die Sorte auf schwächeren Standorten und bei Spätsaaten ein niedrigeres Hektolitergewicht aufweisen kann.

Mahl und Futterweizen

CHEVALIER ist eine wichtigste Sorte für unsere Mahlweizenproduktion. Immer wieder zeigt die Sorte, dass sie nicht nur Höchsterträge bringt, sondern auch mit widrigen Wetterbedingungen besser zurecht kommt. Gerade in Oberösterreich sind die Standfestigkeit, die Fallzahlstabilität und das Hektolitergewicht immer wieder gefordert. Hier bringt CHEVALIER verlässlichere Ergebnisse als andere Mahlweizensorten. Zusätzlich weist die Sorte eine sehr geringe Anfälligkeit gegenüber Fusarium auf.

JB ASANO ist die am weitesten verbreitete Weizensorte in Deutschland und wird auch in Österreich immer interessanter. Dieser ausgeprägte Einzelährentyp ist äußerst flexibel im Bestandesaufbau und damit auch sehr spätsaatverträglich. In Ober- und Niederösterreich hat sich die Sorte als Mahlweizen bewährt, beste Leistungen bringt er bei einem gezielten Fungizideinsatz.

Der ertragsstarke KERUBINO wird vor allem wegen seiner Anbaustabilität und -flexibilität geschätzt. KERUBINO eignet sich auch besonders für Spätsaaten und kann auch im Frühjahr trockene Bedingungen noch sehr gut ausgleichen.

PLUTOS besitzt die beste Standfestigkeit im gesamten Weizensortiment. Bei sehr hoher Düngungsintensität und Gülleeinsatz bringt PLUTOS durch die gute Bestockung hohe Erträge. PLUTOS ist gegenüber Fusarium weniger anfällig. Interessant ist die Sorte daher in Mais-Weizenfruchtfolgen und auch bei der hofeigenen Verwertung als Futterweizen.

Der Futterweizen EXELCIOR kombiniert Frühreife mit sehr kurzem Wuchs. Ähnlich wie bei WINNETOU ist ein Fungizideinsatz gegenüber Fusarium und Septoria tritici unbedingt einzuplanen.

Der neue Futterweizen HEWITT ist im Reifeverhalten mit WINNETOU vergleichbar, ist aber kürzer im Wuchs und noch ertragsstärker. Gegenüber Blattkrankheiten ist HEWITT erstaunlich tolerant – der Fungizideinsatz dient daher schwerpunktmäßig dem Ähren- und Abreifeschutz.

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Autor:
DI Philipp Karoshi