Spannung am Kartoffelmarkt hält an

Preise verlieren weiter an Boden.

Wien, 15. Juli 2015 (aiz.info). - Die Situation am österreichischen Frühkartoffelmarkt bleibt angespannt. Das verfügbare Angebot ist insgesamt gut ausreichend, jedoch gibt es regional ertragsmäßig erhebliche Unterschiede. Während in Ostösterreich die Hektarerträge aufgrund fehlender Niederschläge kaum über 25 bis 30 t hinauskommen, werden aus der Steiermark Erträge von teilweise über 50 t gemeldet. Die Absatzsituation bleibt bei hochsommerlichen Temperaturen und der laufenden Urlaubssaison ruhig. Obwohl momentan kein wirklicher Angebotsdruck besteht, geben die Preise weiter nach. In Niederösterreich und der Steiermark lagen die Erzeugerpreise zu Wochenbeginn bei 15 bis 18 Euro je 100 kg. In Oberösterreich konnte sich der Preis bei nur mäßiger Ertragssituation mit 25 Euro je 100 kg behaupten, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Der deutsche Speisekartoffelmarkt stellt sich dagegen gut ausgeglichen dar. Die hohen Temperaturen der vergangenen Woche wirkte sich erwartungsgemäß etwas dämpfend auf den Absatz aus. Aber die extreme Hitze hat auch merkliche Spuren auf den Kartoffeläckern hinterlassen. Die Pflanzen haben teilweise das Wachstum eingestellt. Mindererträge und Qualitätsbeeinträchtigungen in Form von Zwiewuchs werden immer mehr zum Thema. Das verfügbare Angebot an festschaliger Ware ist momentan gerade Mal ausreichend. Dies spiegelt sich auch am vergleichsweise hohen Preisniveau wider. Der gewogene Erzeugerpreis gab moderat nach und lag zum Wochenbeginn bei 38 Euro je 100 kg.