Stabilisierte N-Dünger

Durch stabilisierte Stickstoffdünger sinkt der Pflegebedarf. Durch die Zusammenlegung von Teilgaben sind weniger Arbeitsgänge notwendig.

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Stabilisierte Stickstoffdünger enthalten einen Stickstoffstabilisator, durch den die Umwandlung des Ammoniumstickstoffs zu Nitratstickstoff gehemmt wird. Das bewirkt, dass die Gefahr von Stickstoffverlusten durch Nitratverlagerung oder Nitratauswaschung stark reduziert werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass Teilgaben zusammengefasst werden können und dadurch Arbeitsgänge eingespart werden.

Wirksamkeit:

Durch Anwendung von stabilisierten N-Düngern wird der Bedarf und Konsum der Pflanzen von diesen selbst geregelt. Dadurch können „Luxuskonsum“ sowie die damit verbunden Gefahren des Überwachsens der Bestände und der überhöhten Anfälligkeit für Krankheiten vermieden werden.

Von „außen“ lassen sich ebenfalls Vorteile der Düngung mit Stabilisatoren gegenüber herkömmlicher Düngung nachweisen. Im Vergleich zu massiv nitratbetonten Beständen, und deren schnelle Farbumschlagung zu Dunkel- bis Blaugrün, ist durch die ausgeglichene N-Versorgung stets ein gleichmäßiges Grün erkennbar.

Durch stabilisierte N-Düngern wird es möglich, den ansonsten rapiden Abbau von Nitratdüngern bei steigenden Bodentemperaturen zu verlangsamen.

Anwendungstipps:

Bei Raps hat es sich besonders bewährt, eine Gabe zu Vegetationsbeginn auszubringen. Damit können Stickstoff und Schwefel bedarfsgerecht in einer Gabe für die gesamte Wachstumszeit ausgebracht werden.

Stabilisierte N-Dünger führen ebenfalls zu einer Arbeitsgangeinsparung bei Wintergetreide, da die erste und zweite Gabe gemeinsam ausgebracht werden können.

Bei Hackfrüchten, Mais und Sommergetreide kann durch die Ausbringung einer Gabe vor der Saat ohne Wirkungsverluste eine erleichterte Einarbeitung erwirkt werden.

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Autor:
Peter Kirchmayr