Stallfliegen bekämpfen

Sichtbare Fliegen in Stallungen sind nur die Spitze des Eisbergs. Etwa 80 % der Fliegenpopulation sind als Eier, Larven oder Puppen nicht sichtbar.

Fliegen belästigen nicht nur Menschen und Tiere, sie übertragen auch Krankheiten, verursachen Verschmutzungen und beeinträchtigen indirekt die Milchleistung und den Fleischzuwachs von Tieren. In unseren Stallungen kommen vorwiegend die Stubenfliege (Musca domestica) und der Wadenstecher (Stomoxys calcitrans) vor. Auch verschiedene Mückenarten können zur Plage werden.
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© RWA
Eine Fliege legt in ihrem Leben 400 bis 1.000 Eier. Um das Problem der Stallfliegen in den Griff zu bekommen, muss daher frühzeitig mit Gegenmaßnahmen begonnen werden.

Brutstätten beseitigen

Schwimmdecken im Güllekanal, feuchte Stellen im Stall und Futterreste sind optimale Vermehrungsstellen für Fliegen und Mücken. Durch Beseitigen der Brutstätten wird den Plagegeistern bereits die wichtigste Grundlage entzogen.

Bekämpfen, wenn die ersten Fliegen auftreten

Elektrische Fliegenfallen und Kleberollen sollten ausgebracht werden, sobald sich die ersten Fliegen zeigen. Sie können eine Massenvermehrung deutlich verzögern.
Güllekanäle, Tiefstreubuchten und Kälberboxen sollten im Frühjahr alle 2 bis 3 Wochen mit Madenmitteln (Hoko-Ex von Kerbl) behandelt werden.
Streich- und Streumittel (z.B.: AzamethiFly oder FlyGold ultra) können durch den integrierten Lockstoff sehr gezielt eingesetzt werden.

Produkte gegen starken Fliegendruck

Bei starkem Fliegendruck sind chemische Spritzmittel die Retter in der Not.

Tipp: Achten Sie auf die Wirkstoff-Zusammensetzung. Ein Wirkstoff sollte nicht öfter als 2 x in einem Jahr ausgebracht werden (Gefahr von Resistenzentwicklung).

Kombinieren Sie die Spritzung der Wände und Decken mit einer Behandlung der Vermehrungsflächen mit Hoko-Ex. Wiederholen Sie diese Maßnahme nach 14 Tagen.

Was tun, wenn die Fliegen Resistenzen entwickeln?

Sollte Ihr Spritzprodukt, trotz sachgemäßer Anwendung, nicht den gewünschten Erfolg bringen, ist von einer Resistenz der Fliegen gegen den verwendeten Wirkstoff auszugehen. Als Mittel der Wahl bleibt dann meist nur K-Alba. Besonders bei diesem Produkt sollten Sie die Anwendungsvorschriften genau beachten!
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