Strukturwandel in der Rinderproduktion schreitet voran

Tierbestand sank 2012 in Österreich um 1,1%.

Wien, 7. Februar 2013 (aiz.info). - Für die Bewirtschaftung von 1,44 Mio. ha Dauergrünland und 8.529 Almen mit 401.000 ha Fläche ist die Rinderwirtschaft in Österreich unverzichtbar. Trotz umfassender Förderprogramme (ÖPUL, Ausgleichszulage, marktwirtschaftliche Maßnahmen, etc.) setzt sich der Strukturwandel in diesem Sektor der Landwirtschaft jedoch unvermindert fort. So ist der Bestand gemäß Rinderzählung vom 01.12.2012 gegenüber dem Jahr davor um weitere 1,1% gesunken, meldet die Rinderzucht Austria (ZAR).
Gab es 1960 österreichweit noch 2.286.800 Rinder waren es Ende des Vorjahres nur mehr 1.955.618 Stück. Der Rückgang verlief jedoch nicht kontinuierlich. 1984 wurde mit 2.669.062 Tieren ein historischer Höchststand erreicht. Die durchschnittliche Bestandszahl je Betrieb erhöhte sich hingegen von 7,4 auf 28,9 (+1,8%) Rinder.
Das "rinderreichste" Bundesland ist mit Abstand Oberösterreich mit 571.725 Tieren (-3,3%), gefolgt von Niederösterreich (443.937; -3,5%) und der Steiermark (323.051; -3,3%). In der Bundeshauptstadt Wien gibt es immerhin 14 Rinderhalter mit insgesamt 107 Tieren.

Zahl der bäuerlichen Rinderhalter hat sich seit 1990 halbiert

Parallel dazu gibt es auch einen dramatischen Rückgang bei den Rinderhaltern: Hielten 1960 noch 311.100 Bauern Rinder, waren es 1990 weniger als 140.000 und 2012 nur mehr 67.642.