SVB: Nebentätigkeiten rechtzeitig melden

Bruttoeinnahmen bis 30. April bekannt geben.

Wien, 10. April 2015 (aiz.info). - Bei der Ausübung von land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten gibt es bestimmte Meldefristen im Bereich der Sozialversicherung zu beachten - sei es für die Aufnahme oder Aufgabe, aber auch für die daraus erzielten Einnahmen. Spätestens bis zum 30. April 2015 müssen die Meldungen der Bruttoeinnahmen für im Jahr 2014 ausgeübte Nebentätigkeiten bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) eingelangt sein.

Die Aufnahme einer Nebentätigkeit muss der SVB innerhalb eines Monats gemeldet werden. Dies mit dem Hintergrund, dass der bäuerliche Unfallversicherungsschutz auch diese Arbeiten umfasst. Die Beendigung ist der SVB ebenfalls innerhalb eines Monats zu melden - nicht jedoch Unterbrechungen.

Für die Meldung der aus den Nebentätigkeiten erzielten Bruttoeinnahmen ist als Frist der 30. April des Folgejahres gesetzt. Das bedeutet, für im Jahr 2014 ausgeübte Nebentätigkeiten sind der SVB die Bruttoeinnahmen bis spätestens 30. April 2015 bekannt zu geben. Dabei ist zu beachten, dass die Meldung - sei es per E-Mail, Fax oder Post - zu diesem Datum bei der SVB bereits eingelangt sein muss, das Datum des Poststempels ist hier nicht ausreichend. Verspätetes Einlangen hat einen Beitragszuschlag in der Höhe von 5% der für die Nebentätigkeit vorgeschriebenen Beitragssumme zur Folge.

Kleine Option

Hinsichtlich der Beitragsgrundlagenermittlung für die Nebentätigkeiten kann bei Betrieben, deren Beiträge vom Einheitswert berechnet werden, zwischen der pauschalen Ermittlung oder der "kleinen Option" gewählt werden. Bei zweiter Variante werden für die Beitragsberechnung die tatsächlichen Einkünfte laut Einkommensteuerbescheid herangezogen. Ein diesbezüglicher Antrag für das Jahr 2014 ist bis 30. April 2015 einzubringen und gilt für mindestens ein Jahr. Ist eine Rückkehr ins pauschale System gewünscht, muss bei der SVB ein Antrag bis zum 30. April einlangen.

Widmung von Beitragsgrundlagenteilen

Werden die Nebentätigkeiten nicht vom Betriebsführer selbst, sondern in seinem Auftrag von einem im Betrieb hauptberuflich beschäftigten Angehörigen ausgeübt, ist eine Zuordnung der Einkünfte zur Beitragsgrundlage des Angehörigen möglich. Dadurch kann die Beitragsgrundlage des betreffenden Familienmitglieds für eine künftige Pension verbessert werden. Auch hier ist für das Jahr 2014 eine Antragstellung bis 30. April 2015 erforderlich.

Beitragsgrundlagenoption

Ebenfalls endet mit 30. April 2015 (Einlangdatum) die Frist für eine Beitragsgrundlagenoption, also ist die Beitragsberechnung für den Gesamtbetrieb auf Basis des Einkommensteuerbescheides ab dem Jahr 2014 zu beantragen. Eine solche Entscheidung, die auch für die Folgejahre gilt, sollte aber wohl überlegt sein. Dies deshalb, weil sie nicht nur das Beitragsrecht tangiert, sondern in weiterer Folge auch eine spätere Pensionsleistung beeinflussen und steuerliche Auswirkungen nach sich ziehen kann. Zudem ist ein Widerruf nur sehr eingeschränkt und fristgebunden möglich, nämlich nur dann, wenn eine Änderung in der Betriebsführung eintritt und ein entsprechender Antrag bis spätestens zum 30. April des Folgejahres bei der SVB einlangt. Das bedeutet, wenn ein Beitragsgrundlagenoptionsbetrieb anlässlich einer Änderung in der Betriebsführung im Jahr 2014 in das pauschale Beitragssystem zurückkehren will, muss ein diesbezüglicher Antrag bis zum 30. April 2015 bei der SVB einlangen.