SVB versendet Pensionsvorausberechnung für Jahrgänge 1955 bis 1960

Orientierungshilfe für Ruhestandsantritt zum Regelpensionsalter.

Wien, 16. November 2015 (aiz.info). - Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) versendet in den nächsten Tagen die Pensionsvorausberechnungen für Landwirte und Landwirtinnen der Geburtenjahrgänge 1955 bis 1960. Diese soll als Orientierungshilfe dienen, um den Pensionsantritt bestmöglich planen zu können. Mit diesem Schreiben informiert die SVB darüber, wie es sich auswirkt, wenn die Pension nicht zum frühestmöglichen Termin, sondern erst zum Regelpensionsalter in Anspruch genommen wird.

Jede erworbene Versicherungszeit in der gesetzlichen Pensionsversicherung in Österreich wirkt sich auf die künftig zu erwartende Pensionshöhe aus. Eine aktuelle Höhe wird für jeden Versicherten aus seiner Kontoerstgutschrift aus dem Pensionskonto ersichtlich. Dieses Konto gibt Auskunft über die monatlich zu erwartende Bruttopension zum Regelpensionsalter, das derzeit bei Frauen beim 60. und bei Männern beim 65. Lebensjahr liegt. Ein Pensionsantritt vor diesem Regelpensionsalter, also beispielsweise bei einer vorzeitigen Alterspension bei langer Versicherungsdauer, führt zu Abschlägen und somit in weiterer Folge zu einer niedrigeren Pension.

Um den pensionsnahen Geburtsjahrgängen die Planung des Zeitpunktes des Pensionsantritts zu erleichtern, übermittelt die SVB den Betroffenen - also jenen, die zwischen 1955 und 1960 geboren sind und innerhalb von zehn Jahren Anspruch auf eine Pension haben - in den nächsten Tagen erstmals eine Vorausberechnung. Diese Mitteilung gibt eine Übersicht über die möglichen Zeitpunkte eines Pensionsantritts für die Vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer inklusive Langzeitversichertenregelung, die Korridorpension und die Alterspension samt den zu erwartenden Pensionshöhen. Bei dieser Vorausberechnung wird angenommen, dass bis zur Pensionierung weiter Pensionsversicherungszeiten erworben werden. Hierzu wird die Beitragsgrundlage aus dem Jahr 2014 bis zum möglichen Pensionsantritt fortgeschrieben. Durch den Vergleich der unterschiedlichen Pensionshöhen ist für die Versicherten erkennbar, wie sich die Pensionshöhe entwickelt, wenn die Pension nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt, sondern zum Regelpensionsalter in Anspruch genommen wird.

Voraussetzungen für Erhalt einer Pensionsvorausberechnung

Eine Schwerarbeits- oder Erwerbsunfähigkeitspension wird nicht berücksichtigt, weil hier besondere Bestimmungen gelten. Weitere Kriterien für den Erhalt dieses Schreibens sind das Vorliegen einer Erwerbstätigkeit im Jahr 2014 und zum Berechnungszeitpunkt 2015 sowie einer Kontoerstgutschrift. Wenn ein Pensions- oder Überprüfungsantrag gestellt wurde und dieser noch nicht erledigt ist, ergeht keine Vorausberechnung.

Bäuerliche Versicherte, die auch eine andere Erwerbstätigkeit ausüben und daher etwa nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) pensionsversichert sind, erhalten die Vorausberechnung von der PVA.

Bei den ausgewiesenen Beträgen der Vorausberechnung gilt es zu beachten, dass es sich um unverbindliche Bruttowerte handelt, Krankenversicherungsbeitrag und eine eventuelle Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer sind hier noch nicht abgezogen. Die Berechnung basiert auf der derzeitigen Rechtslage, auch künftige Änderungen in den Bewirtschaftungsverhältnissen, Geldwertänderungen oder allfällige ausländische Versicherungszeiten sind nicht berücksichtigt. Zudem wird im Zuge dieser Vorausberechnung bei niedrigen Pensionshöhen keine Aussage über einen möglichen Ausgleichszulagenanspruch getroffen.