So ernten Sie perfekte Paradeiser

Früh gesäte Paradeiser sind oft nur groß gewachsen, aber mit wenig Fruchtbesatz. Durch ein spätes Säen im Mai kommen die Pflanzen bald ins Freie zum Abhärten und holen das Wachstum rasch auf.

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Wer mit dem Mond arbeitet, für den bietet sich die Aussaat von 31. März bis 2. April an. In klimatisch sehr begünstigten Regionen mit ausreichend Schutz oder in Gewächshäusern können Tomaten bereits vom 27. - 29. April ausgepflanzt werden. Im Normalfall sollten jedoch die Eisheiligen zur Pflanzung abgewartet werden.

Gute Nachbarn zu den Paradeisern sind Karotten, Radieschen, Spinat und Kohl. Kartoffel, Erbsen und Fenchel sollten nicht neben Tomaten wachsen.

Zu Beginn wenig Dünger geben

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© Immergrün
Pflanzen Sie die Tomaten an einem luftigen Platz, wo täglich mindestens 8 Stunden die Sonne scheint und überschüssiges Wasser rasch abfließen kann. Der Boden sollte eher kalkhaltig sein. Zu Beginn können Sie etwas Urgesteinsmehl (enthält Spurennährstoffe) und Gartendüngekalk (enthält Magnesium) einbringen. Die Tomaten werden in den ersten 1 - 3 Wochen kaum wachsen.
Der Grund: Das Pflänzchen sucht im Boden nach Nährstoffen und bildet unterirdisch kräftig Wurzeln aus. Da bleibt keine Zeit, auch oberhalb der Erde zu wachsen. Nach 3 - 4 Wochen sind die Wurzeln kräftig ausgebildet und dann kommt die erste Düngergabe. Am besten verwenden Sie granulierten Gemüsedünger von Immergrün. Er ist organisch-mineral: Durch den mineralischen Bestandteil ist eine Sofortwirkung vorhanden und durch die organische Komponente eine Langzeitwirkung gegeben. Eventuell können Sie noch etwas Bio-Hühnermist dazu streuen. Ihn gibt es in pelletierter Form im Lagerhaus.
Wichtig: Nicht überdosieren! Die Pellets können entweder oberflächlich eingearbeitet werden oder über Nacht in Wasser gelegt werden und am nächsten Tag wird mit diesem „Mistwasser“ gegossen. Hühnermist ist reich an Phosphor und Phosphor fördert die Blüten- und somit die Fruchtbildung. Zur Regelung des Wasserhaushalts ist Kali wichtig, deshalb lohnt es sich, pro Pflanze eine schwache Hand voll Patentkali ins Pflanzloch zu streuen. Wie bei jeder Pflanze, so gilt folgendes auch und speziell bei Tomaten: Verwenden Sie Effektive Mikroorganismen. Die Wirkung ist  überraschend gut. 1 - 2 Verschlusskappen werden in 10 Liter Wasser geleert und mit dieser Lösung werden die Tomaten täglich gegossen.

Beim Gießen ist weniger mehr!

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Warten Sie mit dem Gießen, bis die Blätter etwas hängen, erst dann kommt Wasser mit Mikroorganismen. Der Grund: Die Frucht soll Zucker enthalten und ein ausgeglichenes Zucker-Säure-Verhältnis aufweisen. Mit jedem Liter Wasser, den die Pflanze bekommt, verschwindet ein Quäntchen Süße und Geschmack.

Gegen Kraut- und Braunfäule vorsorgen

Wer Tomaten im Garten hat, der denkt meist auch an Kraut- und Braunfäule. Im August, wenn die Früchte bereits angesetzt sind, werden plötzlich die Blätter braun und bald danach auch die Früchte – Totalausfall. Um dies zu verhindern, sind folgende Punkte notwendig:
  • Wenn Sie schon einmal den Pilz hatten, desinfizieren Sie alle Tomatenstangen, Töpfe und alle Produkte, die mit der befallenen Pflanze in Kontakt gekommen sind.
  • Sollten Sie die befallenen Pflanzen im Herbst in den Kompost gegeben haben, keinesfalls die Komposterde für Tomatenpflanzen verwenden.
  • Wenn Sie oder Ihr Nachbar Thujen haben, pflanzen Sie die Tomaten möglichst weit entfernt von der Thujenhecke – der Pilz überwintert dort.
  • Verwenden Sie ab dem Auspflanzen alle 2 Wochen Im mergrün Ackerschachtelhalm-Konzentrat. Ackerschachtelhalm ist reich an Kieselsäure und macht die Zellwand der Blätter stärker. Dadurch können Pilzsporen nicht so leicht eindringen. Dieser Trick wirkt nur vorbeugend und bei regelmäßiger Anwendung alle 2 - 3 Wochen.
Wenn Sie viel Platz haben und Angst vor Kraut- und Braunfäule, dann kann auch folgender Tipp helfen: Wenn Sie die Pflanzen ausgeizen, also die Seitentriebe aus den Blattachseln brechen, dann heben Sie diese Triebe auf und stecken Sie sie in einen Topf mit Erde. Wenn sie angewurzelt sind, dann bekommen die Pflanzen einen Platz im Garten. Diese Pflanzen wachsen deutlich schneller, sind robuster und geben dann ab September noch Früchte ab – sie sind vor Kraut- und Braunfäule sicherer.

Tipps für das Gewächshaus

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Wer ein eigenes Gewächshaus hat, kann deutlich früher ernten. Wichtig ist, ausreichend frische Luft durchziehen zu lassen. Profigärtner setzen zur Bestäubung Hummeln aus. Wer das zu Hause nicht machen möchte, kann bei der Blüte mit einer elektrischen Zahnbürste über die Blüten streichen, der Pollen fällt ab und die Bestäubung erfolgt. Wichtig ist, dass die Temperatur bei der Bestäubung unter 30 °C liegt, bei höheren Temperaturen verklebt der Pollen.
Mit Immergrün kann in allen Ecken des Gartens zu 100 % biologisch gearbeitet werden. Probieren Sie es aus, so wird Gärtnern noch freudvoller!

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Autor:
Mag. (FH) Johanna Jeitler, Immergrün