Landwirtschaft

Düngung im Grünland

wissenswertes

Eine bedarfsgerechte Düngung im Grünland vermeidet Verunkrautung und ergibt gutes Futtergras.

Ein niedriger pH-Wert lässt Kräuter in der Wiese verschwinden.

Ein niedriger pH-Wert lässt Kräuter in der Wiese verschwinden.

Mehrschnittiges Grünland mit qualitativ hochwertiger Gräser-Zusammensetzung und hohem Ertrag braucht nicht nur mehr Stickstoff, sondern auch den nötigen Kalk-Ausgleich: Vor allem die wichtigen Nährstoffe Kalzium und Magnesium werden mehr verbraucht bzw. mit dem Futter abgefahren.

Lückiges Grünland und reduzierte Grasnarben sind die Ursachen für Verunkrautung und Ampfer. Gründe dafür sind oft zu niedrige pH-Werte in der Krume, sowie die mitunter toxische Wirkung des Ammoniakstickstoffes der Gülle auf Untergräser und Leguminosen (Klee).

Bedarfsgerechte Versorgung

Unzureichende pH-Werte im Grünland lassen vor allem Klee, nährstoffreiche Gräser und Kräuter verschwinden. Es ist notwendig, bereits im zeitigen Frühjahr (sobald das Grünland befahrbar ist) ein gutes mineralstoffreiches Futtergras zu sichern. Deshalb ist eine Versorgung mit den Mangelnährstoffen Magnesium und Phosphat wichtig. Eine gleichzeitige Kalkung vermeidet eine Versauerung.
 

  • Die Stickstoff- und vor allem die Kaliversorgung im Grünland sind in der Regel durch die betriebseigenen Wirtschaftsdünger gedeckt und brauchen daher nur die Ergänzung mit „Kohlensaurem Magnesiumkalk“ (ca. 2.000 – 3.000 kg/ha).
  • Es werden darüber hinaus mehlfeine/trockene und angefeuchtete Kalke angeboten, die individuell mit 2 – 5 % Schwefel angereichert sind. Die Schwefelkomponente verbessert die Verwertung von Stickstoff sowohl aus Wirtschafts- als auch Mineraldüngern.
  • Bei niedrigen Phosphatwerten im Boden empfehlen sich weicherdige Rohphosphate mit variablen Phosphorgehalten, deren Anwendung in der Regel für ÖPUL- und Biobetriebe erlaubt ist.

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