Landwirtschaft

Stallfliegen bekämpfen

wissenswertes

Stallfliegen sind nicht nur lästig, sondern übertragen auch Krankheiten. Erfahren Sie, wie Sie die Fliegen bekämpfen können.

Der Körper der Stallfliege (Musca autumnalis) ist etwa 4,5 bis 7,5 mm lang besitzt 4 längsverlaufende schwarze Linien auf der Brust.

Der Körper der Stallfliege (Musca autumnalis) ist etwa 4,5 bis 7,5 mm lang besitzt 4 längsverlaufende schwarze Linien auf der Brust.

Checkliste Stallfliegen bekämpfen:

  • 80 % der Fliegenpopulation sind nicht sichtbar!
  • Beseitigen Sie die Brutstätten
  • Beginnen Sie schon mit Maßnahmen, wenn die ersten Fliegen auftreten
     

Fliegenbekämpfung sollte regelmäßig durchgeführt werden

Daten und Fakten zu Stallfliegen

  • Fliegen belästigen nicht nur Menschen und Tiere, sie übertragen auch Krankheiten, verursachen Verschmutzungen und beeinträchtigen indirekt die Milchleistung und den Fleischzuwachs von Tieren.
  • In unseren Stallungen kommen vorwiegend die Stubenfliege (Musca domestica) und der Wadenstecher (Stomoxys calcitrans) vor. Auch verschiedene Mückenarten können zur Plage werden.
  • Eine Fliege legt in ihrem Leben 400 bis 1.000 Eier. Um das Problem der Stallfliegen in den Griff zu bekommen, muss daher frühzeitig mit Gegenmaßnahmen begonnen werden.
  • Sichtbare Fliegen in Stallungen sind nur die Spitze des Eisbergs. Etwa 80 % der Fliegenpopulation sind als Eier, Larven oder Puppen nicht sichtbar.

Bruststätten beseitigen

Schwimmdecken im Güllekanal, feuchte Stellen im Stall und Futterreste sind optimale Vermehrungsstellen für Fliegen und Mücken. Durch Beseitigen der Brutstätten wird den Plagegeistern bereits die wichtigste Grundlage entzogen.

Bekämpfen, wenn die ersten Fliegen auftreten

  • Elektrische Fliegenfallen und Kleberollen sollten ausgebracht werden, sobald sich die ersten Fliegen zeigen. Sie können eine Massenvermehrung deutlich verzögern.
  • Güllekanäle, Tiefstreubuchten und Kälberboxen sollten im Frühjahr alle 2 - 3 Wochen mit Madenmitteln behandelt werden.
  • Streich- und Streumittel können durch den integrierten Lockstoff sehr gezielt eingesetzt werden.


Bei starkem Fliegendruck sind chemische Spritzmittel die Retter in der Not. Tipp: Achten Sie auf die Wirkstoff-Zusammensetzung. Ein Wirkstoff sollte nicht öfter als 2 x in einem Jahr ausgebracht werden (Gefahr von Resistenzentwicklung).

Was tun, wenn die Fliegen Resistenzen entwickeln?

Sollte Ihr Spritzprodukt, trotz sachgemäßer Anwendung, nicht den gewünschten Erfolg bringen, ist von einer Resistenz der Fliegen gegen den verwendeten Wirkstoff auszugehen. Hier sollten Produkte mit Wirkstoffen ohne bekannte Resistenzen zur Anwendung kommen werden.
 

Video Desintec InsektEx pour-on

In der heißen Jahreszeit sind viele Fliegen im Stall und sorgen für Unruhe bei den Kühen. Wir empfehlen das Produkt DESINTEC InsektEx pour-on zur Bekämpfung von Fliegen und Gnitzen. Die gebrauchsfertige Lösung "Desintec® InsektEx pour on" wird auf die Rückenlinie der Tiere aufgegossen und Sie haben erst einmal mindestens 7 Wochen lang Ruhe. 

Fliegen in verschiedenen Entwicklungsstadien wirksam bekämpfen

  •  Larvizide mit dem Wirkstoff Cyromazin (z.B. Desintec® CyroEx bzw. CyroEx Konzentrat) weisen keinerlei Resistenzen auf und können auch im belegten Stall angewendet werden. Fliegen- und Rattenschwanzlarven werden sicher abgetötet. Optimale Wirksamkeit erreicht man durch Auflösen des Larvizides und darauffolgende Ausbringung im Randbereich der Laufflächen und in Tränke-Nähe (alle feuchten Stellen).
  • Um die Ausbildung von Resistenzen zu verhindern, empfiehlt es sich, bei der Bekämpfung der adulten Fliegen einen regelmäßigen Wirkstoffwechsel vorzunehmen. Wirkstoffe ohne bekannte Resistenzen sind Clothianidin (z.B. Desintec® AnoEx) und Organophosphat (z.B. Desintec® NeoEx).
  • Bei der Anwendung flüssiger Produkte ist darauf zu achten, dass der Untergrund das Produkt nicht aufsaugt! Gut geeignete Flächen sind Fensterrahmen, Fliesen, Kunststoff usw.  Wichtig ist, das Adultizid immer parallel zum Larvizid einzusetzen, um alle Fliegengenerationen wirksam zu bekämpfen.

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