Traubenwelke und Stiellähme vermeiden? Bedarfsgerecht düngen!

Traubenwelke (Zweigeltkrankheit) und Stiellähme sind auf Nährstoffmängel zurückzuführen.

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© RWA

Traubenwelke tritt vor allem bei Kalium-Mangel auf

Die Traubenwelke (auch Zweigeltkrankheit genannt) tritt mitunter häufig auf. Betroffen sind besonders Weingärten, die seit Jahren mit Kalium unterversorgt sind (Unterbodenversorgung, Kaliumfixierung) bzw. ein ungünstiges K/Mg-Verhältnis von unter 2:1 besitzen. Auf mittleren bis schweren Böden ist im Unterboden häufig ein deutlich höherer Magnesiumgehalt festzustellen als im Oberboden, dadurch kann allein vom Unterboden ein ungünstiges K/Mg-Verhältnis fördernd auf Traubenwelke wirken. Weiters wirken erhöhte Ertragsbelastungen, lange Trockenheit sowie Bodenverdichtungen negativ auf die Versorgung mit Kalium.
Wurde in den letzten Jahren Traubenwelke in den Weingärten gesehen, empfiehlt es sich besonders ab dem Beginn des Traubenwachstums Kaliblattdünger einzusetzen.

Produkte: Radam extra, Kalimax


Stiellähme: Magnesium-Unterversorgung als Auslöser

Ist auf eine Unterversorgung mit Magnesium zurückzuführen. Dafür kann eine Überversorgung mit Kalium mitverantwortlich sein. Auch hier ist die Anwendung nach der Blüte entscheidend.

Produkte für die Blattdüngung: Epso Top, Wuxal Magnesium
Abgeschlossen oder demnächst abzuschließen ist die Verwendung von Düngern, die Kaliumphosphit enthalten. Die Anwendung von eisenhaltigen Düngern kann im Juli noch erfolgen.
Autor:
Ing. Johannes Rötzer