Unkräuter im Grünland

Richtige Grünlandpflege ist ein wichtiger Punkt bei der Fütterung von Milchvieh. Unkrautkontrolle und Unkrautbekämpfung gehören genauso dazu wie die anschließende Nachsaat.

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© RWA
Bei der Leistungsfütterung von von Milchvieh ist das Grünfutter ein zentraler Bestandteil. Hier ist es in erster Linie wichtig, neben der richtigen Mischung aus Kräutern und Gräsern und den richtigen Schnittzeitpunkten, auch die Bewirtschaftung, sprich die Unkrautkontrolle rechtzeitig und effizient durchzuführen. Neben dem altbekannten Klassiker , dem Ampfer, machen zunehmend mehr andere ausdauernde Unkräuter wie Brennessel, Girsch und Berufskraut Probleme in der Kulturführung. Damit diese unliebsamen und vom Futterwert geringen Pflanzen nicht die Oberhand gewinnen, ist es ratsam, schon eine Bekämpfung zu beginnen, solange die Unkräuter noch nicht flächendeckend da sind, denn dann hilft nur noch der Umbruch und eine Neuansaat.

Wirkungsvolle Ampferbekämpfung

Auf Flächen, auf denen der Ampfer das Hauptproblem darstellt, empfiehlt es sich, Herbizide einzusetzen, die kleeschonend sind. Hervorzuheben wären hier die Präparate Harmony SX ( 45 g/ha bzw. 1,5 g/10 l bei Punktbekämpfung), Hoestar oder Asulox. Der Ampfer kann mit Harmony SX und Hoestar ganzjährig bekämpft werden ( ab 0 Grad Celsius), die beste Dauerwirkung wird jedoch bei einem Einsatz im Herbst erzielt, wenn der Nährstofftransport in die unterirdischen Pflanzenteile erfolgt. Neben dem Ampfer werden etwa von Harmony SX auch noch Hahnenfuß, Kümmel und Storchschnabelarten erfasst.
Wenn jedoch vermehrt andere Unkräuter wie Brennessel, Distel, Himbeere, Brombeere , Labkraut oder Berufskraut in Beständen anzutreffen ist, braucht man einen Problemlöser wie das neu auf den Markt gekommene Genoxone ZX. Hier wirken die beiden Wirkstoffe Triclopyr (bekannt aus Garlon) und 2,4D (bekannt aus Dicopur Fluid) mit einer herausragenden Wirkungsbreite und das bei voller Gräserschonung. Somit kann eine selektive Unkrautbekämpfung auch in einer Flächenbehandlung durchgeführt werden. Die Aufwandmenge richtet sich nach den vorhandenen Unkräutern und beträgt zwischen 4 und 6 l / ha (höhere Aufwandmengen bei verholzenden Unkräutern). Die Wartezeit ist für Wiesen und Weiden (Gras und Heu) mit 14 Tagen angegeben.

Nach Unkrautbekämpfung: Nachsaat nicht vergessen

Nach einer Unkrautbekämpfung sollte man auf keinen Fall auf eine Nachsaat der Lücken vergessen , da diese sonst sehr schnell wieder mit stickstoffliebenden Platzräubern wie Ampfer oder Brennessel besetzt werden. Nach einer Wartefrist von vier Wochen können auch breitblättrige Kulturpflanzen wie Klee in den Bestand eingesät werden! Wenn all dies berücksichtigt wurde, steht einem Hochleistungsweidebestand nichts mehr im Wege!
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Autor:
Ing. Mohrenschildt (Stähler) und RWA-Pflanzenschutzabteilung