Vermarktungsmodell "Anbauspezialist Euronext Börsedurchschnittspreis"

Das Optimum aus der Fläche holen.

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© RWA

Verfügbar für die Produkte:

Sommerbraugerste, Winterbraugerste.

Kernpunkte:

  • Es handelt sich um einen Anbauvertrag der oben genannten Produkte auf einer bestimmten Fläche und die Lieferung der daraus erwachsenden Ernte des jeweiligen Jahres.
  • Der Vertragspreis für eine bestimmte Menge/ha wird auf Basis einer durchschnittlichen Preisableitung von der Börse Euronext-Paris Weizen ermittelt.
  • Weiters wird der Mindest- bzw. Höchstpreis vereinbart.

Chancen und Risiko:

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  • Preisanstiege sind begrenzt nutzbar, weil Durchschnitts­betrachtung.
  • Keine selbständige Preisableitung durch den Landwirt erforderlich.
  • Preis gilt für vereinbarten Höchstertrag pro Hektar.
  • Absicherung gegen Preisverfall durch Mindestpreis­vereinbarung.
  • Die Notierung an der Euronext Paris und die Preise für die Produkte am physischen Markt können einen unterschied­lichen Preisverlauf haben.

Der Ablauf in Grundzügen:

  • Der Landwirt schließt einen Rahmenvertrag, z.B. zum Anbauzeitpunkt, mit dem Lagerhaus ab. Dabei werden die Vertragsware, -fläche und -qualität sowie Sorten bzw. Saatgutbezug und eventuelle Pflanzenschutzauflagen vereinbart.
  • Weiters werden Menge und Zeitraum vereinbart, für die die durchschnittliche Preisableitung angewendet wird (z.B. für die Ernte 2014: 1. 9. – 31. 10.)
  • Preisableitung: Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses werden für den entsprechenden Kontrakt an der Börse Euronext-Paris eine Basis (= Zu- oder Abschlag von der Euronext-Notierung) und der Zeitraum der Preisableitung vereinbart.
  • Zur Ernte liefert der Landwirt den gesamten Aufwuchs seiner Vertragsflächen an das Lagerhaus.
  • Zum vereinbarten Valutadatum wird dem Landwirt für die Maximalmenge pro Hektar der vereinbarte Mindestpreis akontiert.
  • Im vereinbarten Zeitraum wird der Durchschnitt der Schlusskurse an der Euronext ermittelt und zu diesem die vereinbarte Basis hinzu gerechnet (= Endpreis).
  • Die Differenz zwischen dem bezahlten Mindestpreis und dem errechneten Endpreis wird mittels Endabrechnung ermittelt und bezahlt. Liegt der errechnete Endpreis über dem Höchstpreis, wird die Endabrechnung nur auf diesen Höchstpreis geleistet.

Beispiel:

15. Februar 2017: Der Landwirt schließt einen Rahmenvertrag über 10 ha mit einer Preisableitung für 5 t/ha ab. Die Preisableitung wird aus dem Durchschnitt der Euronext Weizen-Notierung vom 1. 9 – 31. 10. ermittelt. Außerdem vereinbaren die Vertragspartner einen Mindestkurs von 180 EUR/t und einen Höchstkurs von 235 EUR/t.

Mitte Juli 2017: Der Landwirt liefert 60 t zur Ernte an das Lagerhaus.

25. August 2017: Das Lagerhaus akontiert dem Landwirt für 50 t den Mindestpreis von 180 EUR/t zu-/abzüglich der vereinbarten Basis. Für die darüber hinaus gelieferte Menge von 10 t ist eine gesonderte Vermarktungsvereinbarung zu treffen.

1. September 2017 – 31. Oktober 2017: Die Preise steigen von Anfang September bis Ende Oktober von 195 auf 215 EUR/t, der Durchschnitt der Kurse liegt bei 205 EUR/t. Anfang November wird als Differenz zwischen Akonto und dem Durchschnitt der Schlusskurse ein Betrag in der Höhe von 25 EUR/t für die Menge von 50 t nachgezahlt.

Rechte und Pflichten (Auszug):

  • Lieferrecht und -pflicht für den gesamten Aufwuchs.
  • Bezahlung des vereinbarten Mindestpreises.
  • Lieferung vereinbarter Sorten.
* Das gegenständliche Vertragsmodell kann Ertragschancen bieten, andererseits aber auch entsprechende Risiken mit sich bringen. Die dargestellten Chancen/Risiken stellen nur einen Auszug dar und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Nicht alle Risiken sind vorweg absehbar. Es können sich daher - insbesondere bei Elementarereignissen (zum Beispiel Naturkatastrophen, Ausbruch von Kriegen oder politischen Unruhen) oder weltwirtschaftlich bedeutenden Ereignissen (z.B. einer „Finanzmarktkrise“) - auch andere bzw. zusätzliche Risiken ergeben. Trotz gewissenhafter Erstellung dieses Dokuments wird kein wie immer geartetes Versprechen auf das Eintreten der darin enthaltenen Prognosen oder der Erzielung von Kursgewinnen oder sonstigen Erträgen abgegeben. Vielmehr können (auch Total-) Verluste nicht ausgeschlossen werden. Der Risikohinweis dient lediglich der unverbindlichen Information, er stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Vertragsabschluss dar und basiert auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Wir übernehmen daher für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der hier wiedergegebenen Informationen keine Haftung. Insbesondere behalten wir uns einen Irrtum in Bezug auf unsere Angaben ausdrücklich vor.
 

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