Vermarktungsmodell "Mengen Profi Euronext"

Jetzt vermarkten - im Sommer liefern.

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© RWA

Verfügbar für die Produkte:

Qualitätsweizen, Mahlweizen, Braugerste, Raps, Mais, Sorghum.

Kernpunkte:

  • Es handelt sich um einen Mengenvertrag der oben genannten Produkte zur Lieferung aus der Ernte des jeweiligen Jahres.
  • Die Vertragsmenge muss nicht zwingend vom Betrieb des Landwirts stammen.
  • Der Vertragspreis wird auf Basis einer selbständigen, vom Landwirt gewünschten, Preisableitung von der Börse Euronext-Paris ermittelt.

Chancen und Risiko:

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  • Preisanstiege sind grundsätzlich nutzbar.
  • Der Landwirt kann bereits zum Anbauzeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt, an dem er Betriebsmittel einkauft, seinen Preis fixieren.
  • Bei einer Missernte in Menge und/oder Qualität muss sich der Landwirt um eine Ersatzdeckung kümmern, da der Vertrag nicht auf die Flächen seines Betriebes Rücksicht nimmt.
  • Der Landwirt muss selbständig und aktiv seinen Preis ableiten. Dies bedingt, dass er laufend die Kurse und den Markt beobachtet und Entscheidungen trifft. Für den Landwirt besteht das Risiko eines Preisverfalls bei nicht sorgfältiger Marktbeobachtung.
  • Die Notierung an der Euronext Paris und die Preise für die Produkte am physischen Markt können einen unterschied­lichen Preisverlauf haben.

Der Ablauf in Grundzügen:

  • Der Landwirt schließt einen Rahmenvertrag, z.B. zum Anbauzeitpunkt, mit dem Lagerhaus ab. Dabei werden die Vertragsmenge und -qualität sowie Sorten bzw. Saatgutbezug und eventuelle Pflanzenschutzauflagen vereinbart.
  • Die Vertragsmenge ist 50 Tonnen bzw. ein Vielfaches davon, da auch die Ableitungen an der Börse nur in diesen Mengen- schritten möglich sind.
  • Preisableitung: Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses werden für den entsprechenden Kontrakt an der Börse Euronext-Paris eine Basis (= Zu- oder Abschlag von der Euronext-Notierung), der Zeitraum der Preisableitung und die Personen, die eine Preisableitung durchführen dürfen, vereinbart.
  • Im vereinbarten Zeitraum kann der Landwirt nun seinen optimalen Ableitungszeitpunkt frei wählen. Zur Preis­ableitung gibt der Landwirt dem Lagerhaus seinen gewünschten Börsepreis für die gesamte Vertragsmenge oder in 50-Tonnen-Teilschritten bekannt. Das Lagerhaus muss bestätigen, dass es diesen Preis­ableitungswunsch zur Kenntniss genommen hat.
  • Zur Absicherung ist ein paralleles Sicherungsgeschäft an der Börse Euronext-Paris nötig. Erst wenn dieses zu dem vom Landwirt gewünschten Börsepreis gelingt, wird dem Landwirt die erfolgreiche Preisab­leitung bestätigt.
  • Wurde im vereinbarten Zeitraum für Teilmengen oder die gesamte Vertragsmenge keine Preisableitung vom Landwirt vorgenommen, so wird diese vom Schlusskurs des letzten Tages im vereinbarten Zeitraum abgeleitet.
  • Gehören zum Vertrag mehrere Preisableitungen, so wird der tatsächliche Vertragspreis aus dem Durchschnitt der einzelnen Preisableitungen ermittelt – gewogen nach der Menge je Preisableitung.

Beispiel:

15. Oktober 2016:  Der Landwirt schließt einen Rahmenvertrag über 150 t ab.

3. April 2017:  Der Landwirt leitet 50 t bei einem Euronextkurs von 200 EUR/t ab.

6. Mai 2017: Der Landwirt leitet 100 t zu einem Euronextkurs von 210 EUR/t ab.

Mitte Juli 2017:  Der Landwirt liefert 150 t zur Ernte an das Lagerhaus. 

25. August 2017:  Das Lagerhaus bezahlt dem Landwirt die Ware zum Preis von 206,67 EUR/t zu-/abzüglich der jeweils vertraglich vereinbarten Basis.

Rechte und Pflichten (Auszug):

  • Preisfixierung selbständig durch den Landwirt innerhalb des vereinbarten Zeitraums. 
  • Lieferverpflichtung einer festgelegten Menge und Qualität.
  • Lieferung vereinbarter Sorten.
* Das gegenständliche Vertragsmodell kann Ertragschancen bieten, andererseits aber auch entsprechende Risiken mit sich bringen. Die dargestellten Chancen/Risiken stellen nur einen Auszug dar und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Nicht alle Risiken sind vorweg absehbar. Es können sich daher - insbesondere bei Elementarereignissen (zum Beispiel Naturkatastrophen, Ausbruch von Kriegen oder politischen Unruhen) oder weltwirtschaftlich bedeutenden Ereignissen (z.B. einer „Finanzmarktkrise“) - auch andere bzw. zusätzliche Risiken ergeben. Trotz gewissenhafter Erstellung dieses Dokuments wird kein wie immer geartetes Versprechen auf das Eintreten der darin enthaltenen Prognosen oder der Erzielung von Kursgewinnen oder sonstigen Erträgen abgegeben. Vielmehr können (auch Total-) Verluste nicht ausgeschlossen werden. Der Risikohinweis dient lediglich der unverbindlichen Information, er stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Vertragsabschluss dar und basiert auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Wir übernehmen daher für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der hier wiedergegebenen Informationen keine Haftung. Insbesondere behalten wir uns einen Irrtum in Bezug auf unsere Angaben ausdrücklich vor.
 

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