LK Burgenland: Jetzt vorbeugende Maßnahmen gegen Kleinen Frostspanner setzen

Starkes Auftreten dieses gefährlichen Obstbauschädlings im Frühjahr 2018 erwartet.

Eisenstadt, 23. Oktober 2017 (aiz.info). - In den vergangenen Jahren wurde im burgenländischen Obstbau regelmäßig ein starkes Auftreten des Kleinen Frostspanners (Operophtera brumata) festgestellt. Befallene Bäume werden im Frühjahr kahlgefressen, was zu einem Ernteausfall führen kann. Da der Schädling in Abständen von mehreren Jahren verstärkt auftritt und auch im kommenden Frühjahr wieder damit zu rechnen ist, sollten jetzt Bekämpfungsmaßnahmen gesetzt werden, empfehlen die Experten der Landwirtschaftskammer.

Am wichtigsten und auch zweckmäßigsten sind Leimringe: Diese werden im Oktober - vor dem ersten Frost - an den Baumstämmen angebracht und verhindern das Aufwandern der flugunfähigen Weibchen. Die Leimringe müssen etwa alle vier Wochen nachbeleimt werden, damit die Klebekraft bis in den Jänner hinein gegeben ist. Auch das Unterwandern der Leimringe in Rindenritzen ist zu unterbinden. Damit ist eine Eiablage nicht möglich und daher auch eine große Reduktion des Schadens zu erwarten. Die Leimringe müssen aber zeitig im Frühjahr vor dem Raupenschlupf entfernt und entsorgt werden. (Nicht in Baumnähe liegen lassen, da auf den Leimringen Eigelege anhaften, aus denen Raupen schlüpfen).

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Beleimungsmethoden. Zum einen fertige Leimringe (beleimte Papierbögen), die um den Stamm gewickelt und festgebunden werden. Und zum anderen jene, bei der ein Abdeckband (im Baustoffhandel erhältlich) um den Stamm gewickelt und danach mit Raupenleim bestrichen wird. Letztere hat den Vorteil, dass sie kostengünstiger ist und der Raupenleim für die Nachbehandlung ohnedies gekauft werden muss, um die Klebekraft über den Winter zu erhalten.

Sollten im Frühjahr dennoch Raupen gesichtet werden, ist im frühen Stadium eine Bekämpfung mit registrierten Insektiziden möglich. Informationen über zugelassene Pflanzenschutzmittel sind entweder im AGES-Pflanzenschutzmittelregister (www.ages.at) oder bei den zuständigen LK-Fachberatern erhältlich beziehungsweise zu erfragen. Die Behandlung muss unbedingt sofort nach dem Raupenschlupf erfolgen, da zu einem späteren Zeitpunkt die Wirkung nicht mehr ausreichend gegeben ist. Eine regelmäßige Kontrolle ist daher unbedingt notwendig.