Das spricht für Zwischenfrüchte

Zwischenfrüchte dienen der Biofumigation, biologischen Nematodenbekämpfung und Bereitstellung von Grundfutter.

Eine ebenso sorgfältige Kulturführung bei den Zwischenfrüchten wie bei den Hauptkulturen (Bodenvorbereitung, Anbau, Einarbeitung der Pflanzenmasse) führt zu einer schnelleren Entwicklung eines gleichmäßigen Bestandes, der gut unkrautunterdrückend wirkt.

Es stehen, je nach Zielsetzung der Begrünung, Zwischenfrüchte aus dem vielfältigen Angebot der Kulturarten oder aus dem Sortiment der Ackergrün, Wiesengrün Saatgutmischungen und den Die Saat Qualitätssaatgutmischungen zur Auswahl.

In allen Saatgutmischungen des Sortiments Ackergrün (ausgenommen Hydrosan Boden- und Wasserschutzmischung) werden nematodenresistente Sorten Ölrettich und Senf eingemischt.

Die Vorteile des Zwischenfruchtanbaus

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© Die Saat
Vorteile, die mit den richtig gewählten Kulturarten und Sorten erzielt werden können:
  • Bereitstellung von Grundfutter
  • Biomasse für Biogasanlagen
  • Fixierung von Luftstickstoff
  • Auflockerung der Fruchtfolge
  • Verbesserung des Bodengefüges und der Bodenstruktur
  • Bindung von Nährstoffen
  • Schutz des Bodens vor Wind- und Wassererosion
  • Nahrung für Bienen und Insekten
  • Bekämpfung von Bodenkrankheiten und biologische Nematodenbekämpfung

So funktioniert die Biofumigation

Durch feines Zerkleinern des Pflanzenaufwuchses und unmittelbares Einarbeiten in den Boden werden die Pflanzeninhaltsstoffe (Glucosinolate) von Ölrettich Defender, Senf Energy oder Vittasso zu biologisch aktiv wirksamen Stoffen, zur Bekämpfung pflanzenparasitärer Nematoden, umgesetzt.

Nematodenresistente Senfsorten

Nematodenresistente Senfsorten sind ausschließlich resistent gegen Rübenzystennematoden. Senf bildet kein Speicherorgan im Boden und friert im Winter sicherer ab – das ist bei nachfolgender Mulchsaat von Vorteil. Senf ist bei späterer Aussaat dem Ölrettich vorzuziehen.
Accent: Höchstes Nematodenbekämpfungsniveau, rasche, gesunde Anfangsentwicklung, intensive und tiefreichende Durchwurzelung.
Forum: Resistenznote 2, effektive Nematodenbekämpfung, rasche Jugendentwicklung, starke Blühverzögerung

Nematodenresistente Ölrettich-Sorten

Nematodenresistente Ölrettiche wurzeln meist tiefer als Senf und bilden bei früher Aussaat höhere Wurzelmasse und zeigen auch Toleranzen gegenüber weiteren Nematoden.
  • Colonel: Resistenznote 1, schnelle und gesunde Jugendentwicklung, über 90 % Nematodenreduzierung.
  • Adagio: Resistenznote 2+, Bekämpfungserfolg über 85 %, spätblühend und niedrigwachsend.
  • Compass: Resistenznote 2, friert meist schneller und leichter ab, als andere Ölrettichsorten – ideal für Mulchsaat.
  • Defender: Resistenznote 2+, multiresistent. Zur Nematodenbekämpfung (auch gallenbildender und freilebender Nematoden) und zur Biofumigation in z.B. Kartoffel, Zuckerrübe und Gemüse.
Resistenznoten beziehen sich auf die Resistenz gegen Heterodera schachtii (Rübenzystennematoden).

Passendes Futter für viele Bedürfnisse

Je nach Auswahl der Kulturarten und Sorten wird Futter mit unterschiedlichen Energiegehalten aber auch Trockensubstanzgehalten geerntet zum Beispiel:
  • Winterrübse Clio: Spätsaatverträglich – treibt im Gegensatz zu Raps nach der Schnittnutzung wieder aus.
  • Winterfutterraps Akela: Blattreicher und stängelärmer als Sommerfutterraps und kann bis in den Dezember zur Weidenutzung dienen.
  • Sommerfutterraps Jumbo und Petranova: Rasche Jugendentwicklung, hohe Blattmassebildung, Schnitt vor Blütenbildung – frisch oder siliert verfüttern.

Unsere Kleearten im Überblick

  • Alexandrinerklee: Axi, Alex
  • Persischer Klee: Groby, Lightning
  • Inkarnatklee: Contea, Lovaspatonai
Diese Kleearten sind bestens geeignet für Gemenge mit Raygräsern (z.B.: Kleegras EZ, Landsberger Gemenge ST 1).
Nutzung: Silage, Grünfutter und Heu mit bester Qualität und hohem Eiweißgehalt.

Die Saat-Gräser im Überblick

  • Westerwoldisches (einjähriges) Raygras Aubade und Lirasand: Liefern als „6 WochenGräser“ bereits 6–8 Wochen nach der Aussaat wirtschaftseigenes Futter. In Reinsaat oder im Gemenge mit Klee lassen sich höchste Mengen an Heu, Grün- oder Silagefutter produzieren. Westerwoldisches Raygras schiebt wenige Wochen nach der Aussaat Ähren und erhöht damit deutlich die Rohfasergehalte.
  • Italienisches Raygras Litonio und Tarandus: Nutzung im Herbst und bei nicht zu rauem Winter ist auch eine Nutzung im Frühjahr möglich. Italienisches Raygras kommt im Ansaatjahr nicht zum Schossen oder Ährenschieben – bildet vornehmlich Blattmasse.
  • Sudangras: Piper
  • Grünschnittroggen: Beskyd

Wiesengrün- und Ackergrün-Sortiment

  • Landsberger Gemenge ST1: Hohe Futterleistung, meist überwinternd.
  • Vielgrasmischung ST 6: Nutzung als Silage, Grünfutter, Heu oder Weide.
  • Leguminosengemenge: Für frühe, späte Aussaat oder Bio: leguminosenbetonte stickstoffsammelnde Saatgutmischungen die eine gute Futterleistung an eiweißreichem Futter bringen.

Qualitätsmischung von Die Saat

Einsömmerige Kleegrasmischung EZ: Als Grünfutter und Silage bestens geeignet. Verfügbarkeit von Bio-Saatgut diverser Zwischenfruchtarten finden Sie unter www.ages.at in der AGES-Bio-Saatgutdatenbank.

Informationen zu ÖPUL 2007 – Begrünung von Ackerflächen unter www.ama.at
Verwenden Sie zertifiziertes Saatgut mit hoher Reinheit und Keimfähigkeit von ausgewählten Kulturarten und Sorten um beste Erfolge auch im Zwischenfruchtbau zu erzielen.

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Autor:
DI Dr. Marianne Hietz, RWA