Wald, Wild und Jagd in Österreich

Die Jagd begleitet viele Österreicher bereits seit Kindesbeinen und hält im Erwachsenenalter weiter an. Doch bis es soweit ist und das erste „Waidmannsheil“ ertönt, ist oftmals ein langer Weg zu gehen.

Rotwild hinter dem ZaunRotwild hinter dem ZaunRotwild hinter dem Zaun[]
© Agrarfoto
Die Jagd spielt in Österreich eine bedeutende Rolle. Rund 119.000 Jägerinnen und Jäger mit gültigen Jagdkarten nennen die heimischen Wälder ihr Revier. Das sogenannte Jagdrecht wird in Österreich auf Länderebene geregelt. Das heißt, es gibt 9 verschiedene Jagdgesetze. Hierzulande gibt es ein Reviersystem. Das bedeutet, dass niemand außer dazu befugte Personen im jeweiligen Jagdrevier jagen dürfen. Aber was ist ein Jagdrevier überhaupt?

Eigenjagden und Genossenschaftsjagden

Es wird unterschieden zwischen Eigenjagd und Genossenschaftsjagdgebieten. Von einer Eigenjagd wird in der Regel dann gesprochen, wenn der Eigentümer mehr als 115 Hektar (in manchen Bundesländern sogar mehr als 300 Hektar) Grund und Boden besitzt. Ist er im Besitz einer Jagdkarte, darf er in seiner Eigenjagd natürlich jagen. Besitzt er diese nicht, wird das Revier verpachtet oder es muss verwaltet werden.

Genossenschaftsjagdgebiete bestehen aus allen übrigen Flächen, die nicht zu einer Eigenjagd gehören. Diese wird von jeder Gemeinde gebildet und muss zwingend verpachtet werden. Die Grundeigentümer erhalten für das vergebene Jagdrecht Geld.

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Jagdprüfung und Jagdkarte

Wer in Österreich jagen möchte, muss im Besitz einer Jagdkarte sein. Voraussetzung für das Lösen einer solchen Karte ist die Jagdprüfung. Diese besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der dazugehörige Kurs wird in jedem Bundesland angeboten.

Rückgang bei den Abschüssen

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© RWA
Statistisch gesehen sind im Jagdjahr 2013/2014 die Abschusszahlen stark zurückgegangen. Die Gesamtabschussanzahl sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 19,1 Prozent auf 719.000 Stück. Die Jagdstrecke nahm beim Haarwild um 16,2 Prozent auf 569.000 Stück ab und beim Federwild um 28,6 Prozent auf 150.000 Stück. Grundsätzlich ist das Wild in Österreich herrenlos. Es gehört zu den jeweiligen Grundflächen. Das heißt: Solange die Tiere in freier Wildbahn leben, gehören sie zum Grundstück. Sobald die Tiere aber erlegt wurden, sind sie im Eigentum des Jagdausübungsberechtigten. Aber wie gesagt: Das Wild ist in Österreich herrenlos – somit trägt niemand die Verantwortung, zum Beispiel bei Autounfällen, für die Tiere.

Gezielte Wildtierhaltung in Österreich

Ebenso spielt die gezielte Wildtierhaltung in Österreich eine wesentliche Rolle. Sie bietet sich als interessante Alternative für die heimische Gründlandbewirtschaftung an.

Das Wild wird hier in eigenen Gehegen gehalten. Die Haltung wird im Bundestierschutzgesetz geregelt und unterliegt zusätzlich den jeweiligen Landesjagdgesetzen.

Wurden alle behördlichen Wege erledigt, folgt die Errichtung des Geheges. Im Bundestierschutzgesetz sind alle Mindestanforderungen für die Haltung von Rot-, Sika-, Dam- Muffel- und Schwarzwild geregelt. Wichtig ist, dass sich die Tiere an der Umzäunung nicht verletzen. Somit ist auch der Einsatz von Stacheldraht untersagt.

Moderne Futterlösungen für Wildtiere

Für ausreichende und artgemäße Ernährung der Tiere im Gehege (zum Beispiel mit Trophy-Wildfutter von Garant) muss gesorgt werden. Ebenso ist eine funktionierende Wasserversorgung notwendig.

Nicht zu vergessen ist die Betreuung des Wildes ein Fixpunkt am Tagesplan. Ein optimales Herdenmanagement ist, wie bei jedem anderen Nutztier, eben auch bei der Haltung von Wildtieren unumgänglich.

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