Waldverband NÖ: Holzverwendung ist aktiver Beitrag zum Klimaschutz

Gefährdung durch Klimaextreme und immer mehr Freizeitaktivitäten.

St. Pölten, 28. November 2016 (aiz.info). - Im Rahmen der Vollversammlung des Waldverbandes Niederösterreich zeigte man nicht nur die Bedeutung heimischer Wälder und einer fachgerechten Bewirtschaftung auf. Auch die Gefährdung des Waldes durch Klimaextreme und immer mehr Freizeitaktivitäten wie Mountainbiken wurden von Obmann Franz Fischer sowie Landesrat Stephan Pernkopf thematisiert. Highlight des Tages: Anna-Maria Gebhart aus Hürm wurde zur neuen Waldkönigin gekrönt und ist damit Botschafterin für insgesamt 34.000 niederösterreichische Waldbesitzer.

Der Klimawandel ist in aller Munde. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind zu Schlagwörtern unserer Zeit geworden. Welche wichtige Rolle hier der Wald einnimmt wird oft vergessen. Fakt ist allerdings: Niederösterreichs Wälder sind nicht nur Wirtschaftsraum, sondern leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. "Egal ob beim Heizen, bei Bauprojekten oder bei der Wohnraumgestaltung - der Griff zu Holz ist immer gleichzeitig auch ein Zeichen für unsere Umwelt. Der nachwachsende Rohstoff aus Niederösterreich ist nicht nur mit kürzeren Transportwegen verbunden, sondern bringt auch Tausende Arbeitsplätze in den ländlichen Raum", so Landesrat Pernkopf.

Mit einer Novelle des Ökostromgesetzes sollen im Bereich der Biomasse weiterhin gute Vermarktungsmöglichkeiten für Holz bestehen bleiben, so die Forderung des Waldverbandes. "34.000 forstwirtschaftliche Betriebe sorgen in Niederösterreich dafür, dass das ganze Jahr über Holz in bester Qualität zur Verfügung steht. Unser Ziel ist es, vom konstruktiven Holzbau bis zur Heizung alles abzudecken. Unsere Wälder sind und bleiben die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg unserer bäuerlichen Waldbesitzer. Der Wald ist unser Arbeitsplatz. Das müssen wir auch der Gesellschaft bewusstmachen", erklärt Obmann Fischer.

Hier gilt es künftig vor allem im Bereich Mountainbiken Aufklärungsarbeit zu leisten, wie auch Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Otto Auer weiß: "Wir haben hier schon viel erreicht. So konnten wir mit einer Unterschriftenaktion auf die Herausforderungen hinweisen, die Freizeitnutzer für die Waldbewirtschafter mit sich bringen. Der Wald ist und bleibt das natürlichste Erholungszentrum der Welt, aber das darf den Arbeitsplatz keinesfalls gefährden.

" Dass der Wald und auch der Rohstoff Holz immer mehr an Bedeutung gewinnen, kann auch Waldexperte Erwin Thoma berichten. Seine Firma beschäftigt mehr als 100 Personen und mittlerweile zählen über 1.000 Vollholzgebäude auf der ganzen Welt zu seinen Vorzeigeprojekten. Besonders die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Holz auf den Menschen lassen immer mehr Häuslbauer auf den Baustoff Holz greifen.

Waldverband Niederösterreich krönt neue Waldkönigin

Bei der 16. Vollversammlung wurde Anna-Maria Gebhart zur neuen Waldkönigin gekrönt. Damit folgt die 20-Jährige aus Hürm, Bezirk Melk, Gwendolyne Mayer aus Amstetten nach. Ganze drei Jahre lang war Gwendolyne im Amt und konnte mit viel Charme die Waldwirtschaft ins Bewusstsein der Konsumenten rufen. Nun nimmt Anna-Maria das Zepter in die Hand. Als Forstfacharbeiterin hat sie nicht nur Einblick in die umfangreichen Tätigkeiten der Waldbewirtschafter, sondern ist mit Leib und Seele Verfechterin der Naturoase "Wald". "Ich möchte in den kommenden drei Jahren meine Leidenschaft für unsere Wälder mit allem was dazu gehört mit so vielen Menschen wie möglich teilen. Holz liegt im Trend, das will ich nutzen und bewusstmachen, welche Vorteile Holz für die Gesundheit, die Atmosphäre eines Raumes und unser alltägliches Leben mit sich bringt", so die neu gekrönte Waldkönigin. Einen ersten Eindruck von Waldkönigin Anna-Maria gibt es auf: https://youtu.be/kjnEmBozL4M.