Warum soll ich meinen Wald bewirtschaften?

Jänner 2012: Kommentar von DI Reinhard Pfeffer (RWA-Holzabteilung) über die Situation am österreichischen Holzmarkt.

Etwa 45 % der österreichischen Waldfläche werden in Besitzgrößen unter 100 Hektar bewirtschaftet. Die auffälligsten Unterschiede zum Großwald (inkl. Bundesforste) über 100 Hektar sind: Im Kleinwald werden nur knapp 70 % des Zuwachses geschlägert, während im Großwald mit über 90 % schon fast an die Grenze der Nachhaltigkeit gegangen wird.
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DI Reinhard Pfeffer, RWA-Holzabteilung © RWA
Wird der Wald im bäuerlichen Besitz noch immer als Sparkasse genutzt und nur bei anstehenden Investitionen Holz geerntet? Vereinzelt trifft das sicher noch zu, doch wurde in den letzten Jahren (was auch die Österreichische Waldinventur belegt) hier massiv mehr geerntet. Ein wesentlicher Faktor ist der Holzpreis, der 2011 auf Rekordniveau lag und trotz leichter Preissenkung auch heuer noch sehr attraktiv ist. Fast jede Nutzung erzielt einen positiven Deckungsbeitrag. Wenn man maschinell und technisch in der Lage ist, die Arbeiten selbst durchzuführen, kann man auch ein schönes Arbeitseinkommen erzielen.
Die erfolgreiche Österreichische Holz- und Papierindustrie importiert jährlich etwa 8 Millionen Festmeter Holz: Absatz ist eigentlich immer gegeben. Durch entsprechende Eingriffe steigert man die Qualität des verbleibenden Bestandes und erhöht auch dessen Zuwachs. Weiters verbessert man durch richtige Waldpflege die Widerstandskraft gegenüber Schädlingen, Schneedruck und Sturm. Nicht zuletzt werden Folgenutzungen erleichtert und auch Kosten für Neuanpflanzungen gespart, wenn man Naturverjüngungen einleitet.

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Autor:
DI Reinhard Pfeffer, RWA-Holzabteilung