Rinder: Weidehaltung in Österreich

In Österreich hat die Weidehaltung von Rindern einen hohen Stellenwert. Viele Landwirte ermöglichen ihren Tieren einen regelmäßigen Weideaufenthalt.

Das Tierschutzgesetz verpflichtet Landwirte, Tiere artgerecht zu ernähren, zu pflegen und zu halten.
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© Garant
Eine der besten Möglichkeiten, Rinder ihre arteigenen Verhaltensweisen ausleben zu lassen, ist die Weidehaltung. Unterschieden werden die saisonale Weidehaltung für das Milchvieh und die ganzjährige Weidehaltung für Fleischrinder. Immer öfter werden Kälber und Jungrinder aller Rassen ganzjährig auf Weiden gehalten. Ihr Bewegungsapparat kann sich somit optimal entwickeln. Rinder sind auch für die Landschaftspflege zuständig und übernehmen damit einen wichtigen Part im Bereich Naturschutz

Rinder regelmäßig auf der Weide kontrollieren

Rinder auf der Weide müssen regelmäßig kontrolliert und beobachtet werden. Im Regelfall geschieht das einmal am Tag. Unter sicheren Haltungsbedingungen und bei optimaler Witterung kann die Kontrolle auf zwei Mal pro Woche reduziert werden. Besonders während der Kalbezeit, der Aufzuchtphase der Kälber und nach medizinischen Behandlungen müssen die Tiere zusätzlich beobachtet werden.

Richtige Weidetechnik wählen

Rinder müssen so gehalten werden, dass sie die vorgesehene Weidefläche nicht verlassen können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Weiden einzuzäunen.

  • Holzzaun:
    Der traditionelle Holzzaun passt sehr gut in die Landschaft. Diese Zäune sind sehr stabil. Reiben sich aber Rinder daran, wird der Zaun instabil und die Ausbrechgefahr erhöht sich. Je nach Holzart, Feuchtigkeit und Vorbehandlung des Holzes hält dieser Zaun rund 8 bis 12 Jahre.

 

  • Stacheldrahtzaun:
    Der Stacheldrahtzaun ist eine weitere sichere Abgrenzungsmöglichkeit, Im Normalfall werden zwei bis drei Drähte gespannt. Nachteilig ist in diesem Fall die Verletzungsgefahr für Mensch und Tier.

 

  • Elektrozäune: Elektrozäune sind in vielen Fällen die richtige Wahl. Hohe Flexibilität und Sicherheit sprechen für dieses System. Erhältlich sind elektrische Drähte oder Bänder  in Ihrem Lagerhaus. Dieser Zaun eignet sich sehr gut für Umtriebs- und Koppelweiden.

Die Futtermenge ist entscheidend

Für eine ausreichende Futteraufnahme sind die richtige Qualität und ein genügendes Angebot entscheidend. Zur Bedarfsgerechtigkeit gehört eine Saftfütterung. Hier gilt die Faustregel: 2 kg TM aus dem Grundfutter pro 100 kg Lebendgewicht.
In der Weidehaltung decken Rinder ihren Erhaltungs- und Leistungsbedarf aus dem natürlichen Aufwuchs. Reicht das nicht aus, werden den Tieren Futterkonserven wie Heu und Stroh zur Verfügung gestellt. Da der Nährstoffgehalt im Grundfutter stark schwankt, ist auch hier auf eine ausreichend Ergänzung mit Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen zu achten.

Mobile Tränken sind von Vorteil

Um Rindern eine optimale Wasserversorgung zu gewährleisten, muss jede Weide geeignete Tränkeeinrichtungen aufweisen. Diese müssen jederzeit für alle Tiere zugänglich sein und genügend Trittsicherheit bieten. Verschlammungen und Trittschäden müssen vermieden werden. Mobile Tränken sind deshalb von Vorteil. Eine jährliche Wartung der Anlagen ist empfehlenswert.

Hygienemaßnahmen beachten

Auch in der Weidehaltung spielt Hygiene eine wichtige Rolle. Wird sie vernachlässigt, kann es schnell zu gesundheitlichen Problemen wie Parasitenbefall kommen.

Folgende Punkte sind deshalb zu beachten:
  • Regelmäßige und gründliche Reinigung der Unterstände
  • Zukauf von Tieren nur aus kontrollierten Betrieben
  • Kranke Tiere sollen 3-4 Wochen getrennt von der übrigen Herde gehalten werden, um eine Ansteckungsmöglichkeit zu verringern
  • Kontakt zu betriebsfremden Personen und fremden Herden vermeiden
  • Einwandfreie Fütterungs- und Tränkewasserversorung ermöglichen

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